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Spielmobil: Kinder an der Kletterwand

SELM Jeder Griff sitzt, in Sekundenschnelle hat Shannon den Gipfel erstürmt. Wie eine Spinne hangelt sich der Neunjährige nach oben, mühelos bringt er Meter um Meter zwischen sich und den Boden. Shannon ist eins von insgesamt 60 Kindern, die an der Kletter-Aktion des Spielmobils teilnehmen. Bevor es aber in die Wand geht, müssen sich die kleinen Klettermäxe erst einmal warm machen.

von Von Daniel Maiß

, 05.08.2008

Und so wird sich im Innenhof der Erich-Kästner-Hauptschule in Bork erst einmal ordentlich gedehnt. „Vor-Turnerin“ ist Sabrina Schönenberg, die zusammen mit Uwe Neuhaus die Aktion leitet. Die beiden Mitarbeiter des Jugendamtes werden von den Spielmobil-Betreuerinnen Judith Wüllhorst und Frederike Heitmann unterstützt. Nach dem Aufwärmen muss erst einmal die Ausrüstung kontrolliert werden.

„Ich schau jetzt mal nach, ob ihr die Gurte auch richtig angelegt hab“, kündigt Schönenberg an. Sicherheit steht nun mal an erster Stelle. Die Gurte sitzen, als erstes darf sich Frauke an der Kletterwand versuchen. Und das hat auch einen Grund, Frauke hat nämlich Geburtstag. „Ich nehm´ die blaue Strecke“, erklärt die Achtjährige mutig, nach ein paar Metern erkennt sie aber: „Das ist ganz schön schwer“. Angespornt von Schönenberg schafft das Geburtstagskind aber einen großen Teil der Strecke, erst dann lässt sie sich langsam abseilen.

Kurz darauf muss auch Hagen der Wand Tribut zollen: „Mir tun die Hände weh“. Ein paar Meter weiter nimmt nach Shannon auch Celin die etwas schwerere Strecke in Angriff. Auch die Zwölfjährige klettert nicht zum ersten Mal, hat nur anfangs ein paar Einstiegs-Probleme, schafft es schließlich aber genauso nach ganz oben. An der etwas „einfacheren“ Kletterwand hat Jule den „Gipfel“ erreicht. Die Achtjährige scheint an der Kletterpartie Gefallen gefunden zu haben. Ein paar Minuten später hat sie auch die schwerere Strecke bewältigt.

Joana hat dagegen ein paar Probleme, kommt nicht richtig vorwärts. Nach einigen Tipps von Uwe Neuhaus legt sie aber noch ein paar Meter hinter sich. „Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, heute passiert es aber vielleicht“, so Schönenberg. Kletterer haben wohl ihre eigene Art Humor. Dass aber keiner fällt, dafür sorgen die Experten, die jeden Kletter-Max absichern. „Die Kinder lernen hier, uns zu vertrauen. Außerdem sollen sie durch das Klettern Hemmschwellen überwinden“, erklärt Schönenberg den pädagogischen Hintergrund.

Vor allem soll die Aktion aber Spaß machen. Da nicht alle Kinder gleichzeitig klettern können, haben sich die beiden Spielmobil-Betreuerinnen Judith Wüllhorst und Frederike Heitmann einige Spiele ausgedacht. So wird den sechs- bis 13-Jährigen nie langweilig. Mitten im „Indianer-Spiel“ muss Wüllhorst aber unterbrechen, denn es wird lautstark applaudiert. Pia hat gerade oben abgeschlagen. Sie ist zum ersten Mal dabei und winkt sichtlich stolz den anderen von oben zu. 

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