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Stiftskirche bekommt eine Kunstausstellung

Am Schloss Cappenberg

Wer außerhalb der Gottesdienstzeiten einen Blick in die Stiftskirche am Schloss Cappenberg werfen will, muss durch Gitterstäbe linsen - noch. Ab Sonntag, 6. November, 11.30 Uhr, werden tagsüber immer Besuche möglich sein. Denn dann wird der Kirchenraum zusätzlich zum Museum - für mehr als ein Jahr.

CAPPENBERG

, 18.10.2016
Stiftskirche bekommt eine Kunstausstellung

Noch versperrt ein Gitter den Zugang. Bald wird die Stiftskirche aber täglich geöffnet sein.

„Wir hatten das schon viel eher vor“, sagt Kreisdirektor Dr. Thomas Wilk auf Anfrage. „Das“ ist die Einrichtung einer Kunstausstellung in der katholischen Kirche. „Damit wollen wir für die Dauer der Umbau- und Instandsetzungsarbeiten alle bei der Stange zu halten, die so lange auf den Museumsbesuch im Schloss verzichten müssen.“

„Aus verschiedenen Gründen“, auch personellen in der Kreisverwaltung, habe sich die Umsetzung des Vorhabens verzögert. Gleiches gilt für den Start der Bauarbeiten.

13 Skulpturen dem Kreis vermacht

Inzwischen hat die Restaurierung der Fassade begonnen. Und auch die Vorbereitungen für die Kunstausstellung in der Kirche haben Fahrt aufgenommen. Ab Anfang November werden dort Skulpturen von Raimondo Puccinelli (1904-1986) zu sehen sein. Kein Unbekannter auf Cappenberg: 2013 hatte der Kreis Unna in den von ihm als Museum genutzten Schlossräumen rund 100 Plastiken des amerikanisch-italienischen Bildhauers aus Bronze und Terrakotta gezeigt.

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13 Skulpturen kann der Kreis inzwischen sein Eigentum nennen. „Die Erben des Künstlers haben sie uns vermacht“, sagt Wilk. 2017 werde der Kreis Sockel für sie anfertigen lassen, um sie mittelfristig im Garten von Haus Opherdicke in Holzwickede zu zeigen: neben dem Schloss Cappenberg der zweite, große vom Kreis genutzte kulturelle Anlaufpunkt.

Bau-Ende "vermutlich Anfang 2018"

Bis die Skulpturen – Details über Größe und Art will der Kreisdirektor erst zur Ausstellungseröffnung preisgeben – nach draußen umziehen, werden sie in der Kirche zu sehen sein. „Bis zum Ende der Umbauarbeiten im Schloss“, sagt Wilk.

Wann das sein wird? Da ist er vorsichtig. „Vermutlich Anfang 2018.“ Mit den Skulpturen wird Anfang November Bewachungspersonal in die Kirche ziehen. Rund zwölf Frauen gingen laut Stellenplan des Kreises dieser Arbeit nach. Als das Schloss Cappenberg vor einem Jahr seine Ausstellungsräume schloss wegen der Bauarbeiten, sei keiner von ihnen gekündigt worden. „Wir brauchen sie ja auch in Opherdicke“.

Gläubige willkommen

Cappenbergs Pfarrer Pater Altfried Kutsch gefällt die Aussicht: „Wir konnten es selbst nicht leisten, die Kirche den ganzen Tag über zu öffnen“, sagt er. Dass Gläubige jetzt auch außerhalb der Gottesdienste eintreten könnten sei „sehr zu begrüßen“. Denn das ist ihm wichtig: „Es handelt sich um eine Kirche, nicht um ein Museum“.

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