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Unterricht im Luftschutzkeller

Klassentreffen

1944 wurden 68 Schülerinnen und Schüler nach der 8. Klasse aus der Ludgerischule entlassen. Zwanzig von ihnen trafen sich jetzt im Jakobsbrunnen.

SELM

von Von Antje Pflips

, 11.08.2010
Unterricht im Luftschutzkeller

Der Entlassjahrgang 1944 der Ludgerischule traf sich im Jakobsbrunnen.

Viele wohnen noch in Selm, doch auch nach Gummersbach, Bottrop, Oppenheim, Borken, Appelhülsen und Lüdinghausen gingen die Einladungen. Edith Mischke, Elli Wüllhorst und Alfons Meinke organisierten das Klassentreffen. Alfons Meinke hatte als „ewiger“ Klassensprecher einige Vorträge vorbereitet.

Der Klassenalltag wurde damals vor allem durch den Fliegeralarm geprägt. „Immer wieder mussten wir aus der Klasse rein in den Luftschutzkeller“, erinnert sich Meinke. Aber auch das organisierte Sammeln von Kartoffelnkäfern oder Brombeerblättern für Tee standen auf dem Unterrichtsplan. Die Klasse wurde erst 1940 gebildet - als die Konfessionsschulen verboten und die Ludgerischule zur Gemeinschaftsschule wurde. „Wir waren gemischt - Mädchen und Jungen, evangelisch und katholisch“, so Edith Mischke. Trotzdem gab es auch in einigen Fächern getrennten Unterricht. Während die Jungs zum Werken gingen, lernten die Mädchen mit Häkel- und Strick- und Sticknadeln umzugehen.

„Zucht und Ordnung“ wurden den Kindern damals mit dem Rohrstock „beigebracht“. Das bekam auch einige Male Alfons Meinke zu spüren. „Die Lehrer waren sehr streng“, meinte er. Zu diesem Klassentreffen hatte Edith Mischke ihr altes Zeugnisheft und das Bild der Schulentlassung dabei. 

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