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Warum es verboten ist, auf der Kreisstraße zu parken und weshalb es so viele versuchen

Kreisstraße

Parken oder nicht parken? Das ist für Autofahrer die Frage auf der neu gestalteten Kreisstraße in Selm. Zu viele beantworten sie falsch, wie das Ordnungsamt feststellt.

Selm

von Sylvia vom Hofe

, 29.08.2018
Warum es verboten ist, auf der Kreisstraße zu parken und weshalb es so viele versuchen

Das Parken auf der Kreisstraße ist im Moment ein Problem. © Sylvia vom Hofe

Der braune Transporter des Paketdienstes steht mit zwei Rädern auf dem gepflasterten Streifen der Kreisstraße. Daniela Albers sieht es und schüttelt den Kopf. „Das ist falsch“, sagt die Ordnungsamtsmitarbeiterin. Aber sie weiß: Es geht noch viel falscher.

Fehler passieren täglich

„Parkverstöße sind hier täglich zu beobachten“, sagt ihre Kollegin Alexandra Rohmann. Dass das Team des Ordnungsamtes seit Mitte Juli verstärkt Knöllchen zu jeweils 20 Euro verteilt, hat daran noch nichts geändert. Viele wüssten offenbar einfach nicht Bescheid, „obwohl ja alle eine Fahrschule besucht haben und die Sache daher eigentlich eindeutig sein sollte“. Rohmann deutet auf das blau-weiße Schild am Straßenrand: Geh- und Radweg. „Dass das Parken hier verboten ist, sollte jeder wissen.“ Tut es aber nicht. Das hat auch etwas mit dem Bild der neuen Kreisstraße zu tun.

„Parken verboten“ nirgends zu sehen

Breite, gepflasterte Streifen für Fußgänger und Radfahrer befinden sich auf dem für den Verkehr freigegebenen, etwa 400 Meter langen Stück Kreisstraße zu beiden Seiten vor den Geschäften: offenbar eine Einladung für Autofahrer, dort ihr Fahrzeug abzustellen. „Parken verboten“-Schilder sind Fehlanzeige. „Die sind hier aber auch gar nicht nötig“, so Rohman und deutet einmal mehr zum blau-weißen Schild „Rad- und Fußweg“ - und eben nicht Parkstreifen.

Es gibt Ausnahmen von der Regel

Es gibt drei Ausnahmen von der Regel: Parkplätze für Menschen mit Gehbehinderung. Die sind an diesem Dienstagmittag alle frei. Dafür ist die Bushaltebucht besetzt - nicht von einem Omnibus, sondern von zwei Autos. „Das ist nicht erlaubt“, steht für die beiden Ordnungsamtsmitarbeiterinnen fest.

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Reichen die Parkplätze aus?

Die Kreisstraße in der Selmer Stadtmitte ist zurzeit eine Dauerbaustelle bis Mai 2019 soll sie auf 660 Metern attraktiver aussehen: eine Flaniermeile. Dau gehört es, dass die Parkplätze an den Seitenstreifen wegfallen. Das gefällt nicht jedem.
151 abgegebene Stimmen

Allerdings würden sie zurzeit nicht dagegen einschreiten. Denn noch fahren die Busse eine Umleitungsstrecke, weil die Kreisstraße noch nicht auf der vollen Ausbaustrecke - also bis zu Alten Zechenbahn - fertiggestellt ist. Sobald aber das Verkehrsunternehmen des Kreises (VKU) das Haltestellenschild aufstellen lasse, würden auch parkende Autos auf der Bushaltebucht Knöllchen erhalten - egal, ob die Straße dann frei ist oder nicht.

Die Ordnungsamtsmitarbeiterinnen haben sich an die Öffentlichkeit gewandt, weil sie befürchtet haben, „dass sich da gerade etwas falsch einprägt“. Während sie das sagt, geht ein Paar vorbei und unterhält sich genau über das Thema: „Ich glaube“, sagt sie zu ihm, „dass man hier gar nicht parken darf“.

„Der Handel ist unzufrieden“

Einer, der das sehr bedauert, ist Manfred Breyer, der Sprecher der Werbegemeinschaft. Die Kunden der Kreisstraße seien es gewohnt gewesen, zu beiden Seiten der Kreisstraße auf der geamten Länge zu parken. Dass das jetzt nicht mehr möglich sei, „stimmt den Handel unzufrieden“. Das hätten er und seine Kollegen von Anfang an zu bedenken gegeben.

„Das ist durchaus zumutbar“

200 oder 300 Meter zum Geschäft zu gehen, sei durchaus zumutbar, widerspricht Stadtsprecher Norbert Zolda. „Es gibt ja ausreichend Parkplätze“ - nur eben nicht mehr direkt vor der Haustür. Als Beispiele nennt Zolda den Parklatz an der Ecke Kreisstraße/Landsbergstraße, der noch wachsen soll, den Parkplatz des Kaufhauses Berken, den der Volksbank, Takko und dm hätten ebenfalls größere Kundenparkplätze. „Und dann gibt es auch noch den Edeka-Parkplatz.“ Dort ist aber an die Parkscheibe zu denken. Dort ist aber an die Parkscheibe zu denken für zwei Stunden Parkdauer maximal. Denn auch auf diesem Privatgelände verteilen Mitarbeiter der Stadt Knöllchen - auf Wunsch des Supermarktbetreibers.

Fertigstellung bis Mai 2019 geplant

Blumen und Gräser schmücken bereits die Pflanzbeete auf dem breiten Geh- und Radwegstreifen zu beiden Seiten der Straße. Wann dort auch Bäume gepflanzt und Bänke aufgestellt werden, ist noch offen. Zum April/Mai 2019 soll aber alles fertig sein. Daniela Alsbers und Alexandra Rohmann hoffen, dass sich bis dahin ach das Problem mit dem Falschparken geklärt hat.

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