Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Sicherheit für die Synagoge

BOCHUM Noch sind es Handwerker, die Leben in die neue Synagoge neben dem Planetarium bringen. Doch schon bald ist es die jüdische Gemeinde, die hier betet und feiert.

von Von Sabine Strohmann

, 06.12.2007
Sicherheit für die Synagoge

Gerd Liedke vom Freundeskreis der Synagoge.

Der Eingang ins großzügige Foyer ist durch eine Schleuse gesichert. "Aus Sicherheitsgründen muss sich jeder Besucher erst anmelden", erklärt Gerd Liedke, Vorsitzender des Freundeskreises der Synagoge.

Bis zu seiner Pensionierung hat das frühere BOGESTRA-Vorstandsmitglied den U-Bahnbau begleitet. Jetzt verfolgt Liedke mit Leib und Seele das Entstehen eines neuen jüdischen Mittelpunkts in Bochum. In dem die Verständigung unter den Religionen gefördert werden soll. "Wir wollen uns nicht gegenseitig missionieren", stellt Liedke klar.

500 000 Euro Spenden

Die Nachbarschaft mit Planetarium und Hildegardis-Schule wurde schon während der Bauzeit gepflegt: Unter der Sternenkuppel wurde im Sommer das Shalom-Fest für die Synagoge mit vielen Gästen aus Politik, Kirche, Wirtschaft und Kultur gefeiert. 7000 Euro kamen damals für den Freundeskreis zusammen. Der hat mit 500 000 Euro den Ein-Drittel-Anteil der jüdischen Gemeinde an den sieben Millionen Euro Bau unterstützt. "Darunter waren zwei Großspenden von je 100 000 Euro von der Sparkasse und dem Ehepaar Niggemann", erzählt Liedke. Die übrigen zwei Drittel der Kosten bringen zu gleichen Teilen Stadt und Land auf. Auf den städtischen Anteil wird jedoch das Grundstück angerechnet.

Bei der Eröffnung am 16. Dezember können sich alle Gäste überzeugen, wie sehr sich die Anstrengungen gelohnt haben: Hochkarätige Festredner werden die Synagoge einweihen: einen hellen Gebetsraum mit halbrunden Bankreihen um die Bima, darüber ein gelber Baldachin. "Er ersetzt die Kuppel, die architektonisch wegen des Planetariums-Daches nicht möglich war", erklärt Liedke.

Offenes Café

Für die Gemeinde gibt es neben Verwaltungsräumen außerdem einen großen Saal für Feste und Veranstaltungen, mit einer großen Küche für koscheres Kochen. Und es gibt ein Café, mit koscherer und russischer Küche - offen für alle. Wie die Gemeinde selbst.