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Sicherheitsfirma holt Fremdpersonal für Flughafen-Checks

Wegen drohender Personalengpässe am Düsseldorfer Flughafen greift die Sicherheitsfirma Kötter auf Arbeitskräfte anderer Unternehmen zurück. Da in der Osterzeit eigenen Schätzungen zufolge 25 Luftsicherheitsassistenten für die Sicherheitskontrollen fehlen könnten, habe man reagiert, sagte Kötter-Geschäftsführer Peter Lange am Dienstag. Mit den anderen Sicherheitsfirmen arbeite man schon seit langem zusammen.

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Düsseldorf

, 06.03.2018

Grund für die Engpässe war, dass ungewöhnlich viele Nachwuchskräfte die zehnwöchige Ausbildung für ihren Einsatz am Düsseldorfer Flughafen nicht gemeistert hatten - seit September haben es 131 Menschen bei Kötter probiert, von denen bestanden nur 53 den Test der Bundespolizei - eine Quote von nur 41 Prozent. Allerdings steht bei 56 noch ein zweiter Versuch an. Lange zeigte sich zuversichtlich, dass ein recht großer Teil von ihnen im erneuten Anlauf durchkommt.

Ostern gehört an Flughäfen zu den intensivsten Zeiten im Jahr - Kötter setzt in Düsseldorf daher 100 Mitarbeiter mehr ein als üblich. Die „Rheinische Post“ hatte zuvor berichtet, es drohten lange Warteschlangen am Düsseldorfer Airport wegen der Personalengpässe bei der Essener Firma. Dieser Befürchtung trat Kötter-Geschäftsführer Lange nun entgegen. Man sei gut vorbereitet. In Spitzenzeiten wie Ostern fährt Kötter seine Belegschaft am Düsseldorfer Flughafen nach eigenen Angaben auf gut 900 hoch, in einer Schicht sind bis zu 270 Leute im Einsatz. Im Fall der Fälle könnten noch Mitarbeiter von Köln/Bonn nach Düsseldorf verlagert werden.

Im vergangenen Sommer hatte die Geschäftsführung des Airports Kötter wiederholt wegen langer Schlangen an den Sicherheitskontrollen kritisiert. Flughafenchef Thomas Schnalke sprach damals von unhaltbaren Zuständen, die für den Airport „in höchstem Maße geschäftsschädigend“ seien.

Von Verdi kam Kritik. Bereits 2017 habe Kötter große personelle Engpässe gehabt am Düsseldorfer Flughafen, dies habe zu hoher Arbeitsbelastung bei den Beschäftigten und zu langen Wartezeiten für Fluggäste geführt - dementsprechend unverständlich sei es, dass das gleiche Probleme dieses Jahr abermals gedroht habe, sagte Verdi-Gewerkschaftssekretär Özay Tarim. „Beschäftigte von Fremdenfirmen einzusetzen, kann keine Dauerlösung sein - das muss ein Dienstleister mit eigenen Beschäftigten ohne fremde Unterstützung bewältigen.“