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Sieben Clubs kämpfen um Europa

Düsseldorf. Es geht nicht nur um das Renommee, sondern auch um viel Geld. Noch sieben Clubs rechnen sich vor dem letzten Spieltag Chancen auf einen europäischen Wettbewerb aus. Vor allem die lukrative Champions League garantiert mehr Handlungsspielraum bei der Kaderplanung.

Sieben Clubs kämpfen um Europa

Borussia Dortmund will unbedingt in die Champions League. Foto: Ina Fassbender

Hauptgewinn oder Trostpreis? In der Bundesliga wird der Kampf um Europa zum finalen Nervenspiel.

Noch vier Teams können auf die zwei verbliebenen Champions-League-Plätze und damit auf Zusatzeinnahmen in Höhe von mindestens 30 Millionen Euro hoffen. Vor allem für den teuren Dortmunder Kader ist der Einzug in die Königsklasse von großer Bedeutung. Verspielt der Tabellen-3. seinen Vorsprung auf die Verfolger Hoffenheim und Leverkusen, droht das Worst-Case-Szenario. Dennoch wirkt Trainer Peter Stöger gelassen: „Man kann das Leben schlecht reden, aber das ist nicht mein Zugang. Ich sehe unsere Ausgangslage positiv.“

Mit einem Abstand von drei Punkten und drei Toren geht sein Team in das Duell beim Vierten Hoffenheim. „Mitte Dezember hätten wir diese Ausgangslage gerne genommen. Da wäre es eine wunderbare Geschichte gewesen“, kommentierte Stöger mit Verweis auf den achten Tabellenplatz der Borussia bei seinem Amtsantritt im Dezember.

Der Österreicher dürfte am Samstag zum letzten Mal auf der Bank des Revierclubs sitzen. Es gilt als ausgemachte Sache, dass Lucien Favre seine Nachfolge antritt. Gelingt der Einzug in die Champions League, wäre Stögers Mission erfüllt. „Ich gehe davon aus, dass ich am Samstag den schönsten Moment in meiner Zeit beim BVB erleben werde“, sagte er.

Dass der gegnerische Trainer Julian Nagelsmann lange Zeit als Wunschkandidat beim BVB gehandelt wurde, erhöht die Brisanz der Partie. In beeindruckender Manier stellte der erst 30 Jahre alte Fußball-Lehrer in dieser Saison unter Beweis, dass er auch krisentauglich ist. Nach einem wechselhaften Saisonverlauf mit bisher starkem Endspurt könnten die Hoffenheimer erstmals in der Vereinshistorie direkt in die Königsklasse einziehen. Das setzt einen Sieg über den BVB mit zwei Toren Differenz voraus. „Das wäre für den Verein historisch. Wir werden alles dafür tun“, sagte Nagelsmann.

Punktgleich mit Hoffenheim liegt der Fünfte aus Leverkusen in Lauerstellung. Gelingt den Kraichgauern kein Sieg, würde die Werkself mit einem Erfolg über Hannover vorbeiziehen. Unterliegt der BVB, müsste eine um sechs Tore schlechtere Tordifferenz auf die Dortmunder aufgeholt werden. Dennoch ruft Trainer Heiko Herrlich keinen Kantersieg als Ziel aus: „Ein 5:0 ist natürlich utopisch. Aber andererseits haben wir in Leipzig 4:1 gewonnen und Aranguiz hatte die größte Chance aufs 5:1 vergeben. Im Fußball ist alles möglich“, sagte er dem „Kicker“.

Gleich auf doppelte Schützenhilfe ist Leipzig angewiesen. Bei zwei Punkten Rückstand auf Hoffenheim und Leverkusen und der deutlich schlechteren Tordifferenz müssten beide Konkurrenten verlieren, damit der Tabellen-5. sich erneut mit den besten Teams in Europa messen kann. Aufgrund dieser geringen Chancen wären alle Beteiligten schon mit weniger zufrieden. „Wir haben zwei sensationelle Jahre hinter uns und wollen diese mit der Qualifikation für die Europa League krönen“, sagte Sportdirektor Ralf Rangnick mit Blick auf das letzte Saisonspiel bei Hertha BSC.

Mehr als über die Champions League wird in Leipzig derzeit über die Zukunft des vertraglich bis 2019 gebundenen Trainers Ralph Hasenhüttl diskutiert. „Wir werden uns am Montag oder Dienstag zusammensetzen. Dann werden wir die Saison besprechen und uns auch über die Zukunft unterhalten“, sagte Rangnick bei „LVZ live“.

Ähnliche Rechenspiele wie im Kampf um die Königsklasse stehen bei den Fernduellen um die Europa League an. Mit Frankfurt (Rang 7), Stuttgart (8) und Mönchengladbach (9) liegen noch drei weitere Clubs im Rennen. Gewinnt der deutsche Meister FC Bayern das Pokalfinale am 19. Mai gegen die Frankfurter, ebnet auch der 7. Tabellenplatz den Weg in den Wettbewerb.

Vor allem für den VfB käme das einem Fußball-Märchen gleich. Schließlich wurden die Schwaben, die am Samstag beim neuen deutschen Meister antreten müssen, noch vor Monaten als Absteiger gehandelt. Bei aller Euphorie reagierte Erfolgscoach Tayfun Korkut auf die mutigen „Zieht-den-Bayern-die-Lederhos'n-aus“-Gesänge der VfB-Fans nüchtern: „Die Hose sitzt sehr, sehr fest.“

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