Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Siemens-Medizintechnik erwischt guten Börsenstart

Frankfurt/Main. Einstand geschafft: Trotz einer technischen Panne ausgerechnet zum Handelsstart für Siemens Healthineers kann sich Konzernchef Kaeser über einen guten Börsenauftakt für die Medizintechnik-Tochter freuen.

Siemens-Medizintechnik erwischt guten Börsenstart

Michael Sen, Aufsichtsratvorsitzender von Siemens Healthineers, läutet die Glocke zum Börsengang des Erlanger Unternehmens auf dem Parkett der Frankfurter Wertpapierbörse. Foto: Fabian Sommer

Nach Verzögerungen wegen technischer Probleme hat die Siemens-Medizintechnik-Tochter Healthineers ein gelungenes Börsendebüt gegeben.

Der erste Xetra-Kurs von 29,10 Euro lag knapp 4 Prozent über dem Ausgabepreis von 28 Euro, gegen Mittag notierten die Papiere dann zeitweise um gut 1,7 Prozent im Plus bei 29,75 Euro.

Die Emission sei mehrfach überzeichnet gewesen, sagte ein Siemens-Sprecher. Allerdings hatte das Unternehmen zuvor leichte Abstriche beim Ausgabepreis der Papiere machen müssen, der in der unteren Hälfte der ursprünglich angepeilten Spanne von 26 bis 31 Euro lag.

Ausgerechnet zu einem der größten Börsengänge in der deutschen Geschichte hatte zuvor eine technische Panne den Börsenhandel in Frankfurt um mehr als eine Stunde lahmgelegt. Wegen Störungen des elektronischen Handelssystems Xetra habe sich der Auftakt verzögert, wie die Deutsche Börse mitteilte. Auch an der Terminbörse Eurex gab es Probleme. Gründe der Panne wurden zunächst nicht genannt.

Healthineers ist unter anderem Weltmarktführer bei bildgebenden Systemen wie Röntgen- und Ultraschallgeräten sowie Magnetresonanztomographen (MRT). Durch den Börsenstart fließen Siemens rund 4,2 Milliarden Euro zu. Siemens-Chef Joe Kaeser will der Tochter mit dem Gang aufs Parkett mehr Chancen auf Wachstum und Zukäufe verschaffen. Außerdem soll Healthineers flexibler und agiler am Markt agieren können und so wettbewerbsfähiger werden.

Siemens hat im Zuge des Börsengangs einen Minderheitsanteil von 15 Prozent der Aktien abgegeben. Der Konzern hatte mehrfach betont, langfristig Mehrheitsaktionär bleiben und die ertragreiche Tochter unterstützen zu wollen. Im vergangenen Geschäftsjahr (per Ende September) kam Siemens Healthineers bei einem Umsatz von 13,8 Milliarden Euro auf ein operatives Ergebnis von knapp 2,5 Milliarden Euro.

Über die technischen Probleme zum Handelsauftakt dürfte die Siemens-Führung zunächst nicht erfreut gewesen sein. Verunsichern wollten sich die Manager davon aber nicht lassen. „Wir konzentrieren uns auf den IPO und freuen uns über die Aufnahme in den Handel“, sagte ein Sprecher in München vor dem Start. „IPO“ („Initial Public Offering“) steht für Börsengang und die Erstplatzierung einer Aktie.

Das Management hatte sich bewusst für einen Börsengang in Frankfurt statt an der Wall Street in New York entschieden, da Frankfurt eines der weltweit größten Wertpapierhandelszentren sei, dessen Bedeutung vor dem Hintergrund des Brexit weiter zunehmen werde, wie Siemens-Vorstand Michael Sen im November erklärte.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Wirtschaft

Stickoxid-Messstationen sollen überprüft werden

Nürnberg. In vielen deutschen Städten werden hohe Stickstoffdioxidwerte gemessen. Doch sind die Werte korrekt? Die EU sagt: ja. Die Verkehrsminister wollen die Messungen überprüfen lassen.mehr...

Wirtschaft

Bahn erwägt weiteren Ausbau der ICE-Flotte

Berlin/Stuttgart. Noch müssen Züge selten wegen Überfüllung geräumt werden. Das soll so bleiben, wenn einmal doppelt so viele Menschen mit ICE und Intercity fahren, wie es der Bund anstrebt. Die Bahn macht dazu einen Plan.mehr...

Dax

DAX: Kurse im XETRA-Handel am 20.04.2018 um 13:05 Uhr

Frankfurt/Main. An der Frankfurter Wertpapierbörse wurden im elektronischen Handel (Xetra) am 20.04.2018 um 13:05 Uhr folgende Kurse für die 30 Werte des Deutschen Aktienindex DAX festgestellt.mehr...

Wirtschaft

Bahnchef: Stuttgart 21 mit heutigem Wissen nicht gebaut

Berlin/Stuttgart. Die Deutsche Bahn würde das Projekt Stuttgart 21 aus heutiger Sicht nicht noch einmal angehen. „Mit dem Wissen von heute würde man das Projekt nicht mehr bauen“, sagte Vorstandschef Richard Lutz im Verkehrsausschuss des Bundestags, wie die „Rhein-Neckar-Zeitung“ berichtete.mehr...

Wirtschaft

Porsche-Manager nach Diesel-Razzia in Untersuchungshaft

Stuttgart. Erst stehen fast 200 Ermittler vor der Tür, dann muss auch noch ein Manager in U-Haft. Die Justiz erhöht im Diesel-Skandal den Druck auf Porsche. Der Autobauer weist die Vorwürfe zurück - und der Verkehrsminister wird allmählich ungeduldig.mehr...