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SinnLeffers-Insolvenzverwalter sagt Mitarbeitern Insolvenzgeld zu

HAGEN/DÜSSELDORF Der vorläufige Insolvenzverwalter von SinnLeffers hat den 4100 Mitarbeitern der Textilhandelskette die Sicherung der Gehälter für die kommenden drei Monate zugesagt.

SinnLeffers-Insolvenzverwalter sagt Mitarbeitern Insolvenzgeld zu

Passanten gehen in Köln an eine Filiale des Bekleidungshauses SinnLeffers vorbei.

Sie seien über das Insolvenzgeld gesichert, sagte Sanierungsexperte Horst Piepenburg am Freitag in Düsseldorf. Erste Gespräche mit Gläubigern seien nach seiner Ernennung am Donnerstag gut verlaufen. „Sie haben Grundvertrauen in die Geschäftsführung“, so Piepenburg, „statt ihr Vorwürfe zu machen.“ Auch die 20 Vermieter der 47 Filialen seien an einer Rettung von SinnLeffers interessiert. Hohe Mieten wurden als ein Hauptgrund der drohenden Zahlungsunfähigkeit der Firma angeführt. Das Unternehmen hatte am Donnerstag wie angekündigt Insolvenz beim Amtsgericht Hagen beantragt. Das Management und die Deutsche Industrie-Holding (DIH) wollen die kriselnde Textilhandelskette mit 47 Filialen und rund 4100 Mitarbeitern mit einem Insolvenzplan vor der Pleite bewahren und sanieren. Nach der Textilkette Wehmeyer und den Warenhäusern von Hertie war mit dem Hagener Traditionsunternehmen innerhalb weniger  Wochen die dritte ehemalige Tochter der heutigen Arcandor ins Schlingern geraten.

Piepenburg war zuletzt bei der Rettung von Teilen des Postdienstleisters PIN in Erscheinung getreten. Der Briefzusteller befindet sich derzeit noch in einem Insolvenzverfahren. Zuvor war Piepenburg unter anderem Insolvenzverwalter bei MG Rover Deutschland. Zudem war er 2002 Chef des insolventen Oberhausener Babcock-Konzerns.   

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