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Sitzung des NRW-Landesbeauftragten dauerte nur 19 Minuten

Bezirksvertretung

Die wohl ungewöhnlichste Sitzung in der Geschichte der Bezirksverwaltungsstelle Hörde dauerte nur 19 Minuten und fand vor nur sechs Bürgern, vier Verwaltungsvertretern und zwei Journalisten statt. Die meisten Tagesordnungspunkte wurden verschoben, doch es gab auch ein paar Entscheidungen.

HÖRDE

von Von Christian Stein

, 27.06.2012
Sitzung des NRW-Landesbeauftragten dauerte nur 19 Minuten

Ein leerer Hörder Bürgersaal. Manfred Renno, Ulrich Spangenberg und Sylvia Nolte (rechts im Bild) begrüßten in der Sitzung des Beauftragten des Landes NRW für die Bezirksvertretung Hörde am Dienstag lediglich sechs Bürger.

Manfred Renno, Beauftragter des Landes NRW für die Bezirksvertretung Hörde, beendete die Sitzung mit den Worten: „Ich wünsche noch einen schönen Rest-Dienstag.“ Nach der Auflösung von elf der zwölf Stadtteilparlamente übernehmen die ehemaligen Bezirksbürgermeister seit Anfang Juni deren Aufgaben und heißen Landesbeauftragte. Fraktionen gibt es keine mehr. Und so fand sich am Dienstag an der zuletzt mit 18 Politikern besetzten Hörder Tischrunde reichlich Platz.

An die Seite von Manfred Renno gesellte sich – wie üblich – Ulrich Spangenberg. Der Bezirksverwaltungsstellenleiter musste gleich zu Beginn einen Bürger enttäuschen. Der Hombrucher hatte sich in die falsche Sitzung verirrt. Sein Anliegen betraf den Hörder Nachbarstadtbezirk. Dessen Landesbeauftragter Hans Semmler tagte bereits am Montag. Und so fuhr Manfred Renno mit der nur neun Punkte kurzen Tagesordnung fort.  

 Gleich vier Punkte ließ der Beauftragte des Innenministeriums auf die Liste für die erste Sitzung der im August neu gewählten Bezirksvertretung setzen. „Wir arbeiten heute nur Themen ab, die die Verwaltung für unaufschiebbar hält“, betonte Renno.Dazu zählte unter anderem die Nutzungsänderung des ehemaligen Lehrschwimmbeckens in Holzen. „Wir mussten anderthalb Jahre auf diese Vorlage warten. Da können wir uns jetzt auch die Zeit nehmen, die Bürger in aller Ruhe über die nächsten Schritte zu informieren“, erklärte Manfred Renno und erteilte so der Stadt Dortmund einen kleinen Seitenhieb.

 Drei Tagesordnungspunkte nickte der frühere Bezirksbürgermeister aber dann doch ab. Renno empfahl, das Straßenverzeichnis in die Satzung über die Straßenreinigung und Erhebung von Straßenreinigungsgebühren aufzunehmen, neun veraltete Bebauungspläne einzustellen und den geänderten Plan „Hö 252 Phoenix-See“ in einer Einwohnerversammlung auszustellen. Das war es dann auch schon.  Eine Sitzung der Bezirksvertretung Hörde kann ab und an bis zu vier Stunden dauern. Am Dienstag war aber schon um genau 16.49 Uhr, also nach nur 19 Minuten, Schluss. Manfred Renno durfte sich auf einen schönen Rest-Dienstag freuen.    

Hallenbad-Umbau kostet 155.000 Euro
Das ehemalige Lehrschwimmbecken in Holzen soll in eine Aula für die angrenzende Eintracht-Grundschule umgebaut werden. Bisher wurde die Turnhalle der Schule als Aula genutzt. Das Hallenbad ist insgesamt 486 Quadratmeter groß. Vor dem Umbau müsste das Schwimmbecken verfüllt und mit einer Bodenplatte und Bodenbelag abgedeckt werden. Die Stadt rechnet mit Kosten in Höhe von 155.000 Euro. Die Sanierung des Lehrschwimmbeckens würde 438.900 Euro mehr kosten.

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