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Skinner erhält Bielefelder Wissenschaftspreis

Bielefeld (dpa) Der englische Historiker Quentin Skinner, der als herausragender Ideengeschichtler gilt, erhält den mit 25 000 Euro dotierten diesjährigen Bielefelder Wissenschaftspreis.

Die Jury würdige mit der Preisvergabe Skinners Arbeiten zur politischen Philosophie, mit denen er Weltruf erlangt habe, teilte die Stiftung der Sparkasse Bielefeld am Donnerstag mit. Skinner, seit 1996 Regius Professor, also von der britischen Königin ernannter Professor für Moderne Geschichte in Cambridge, bekomme die Auszeichnung am 30. Januar 2009, die Laudatio halte der Frankfurter Sozialphilosoph Axel Honneth. Der Preis wird im Gedenken an den Soziologen Niklas Luhmann (1927-1998) vergeben.

Skinner habe die politische Ideengeschichte auf eine neue Grundlage gestellt, teilte die Stiftung mit. Er wende sich gegen eine Ideengeschichte, die die großen Werke der Philosophie nur aus sich heraus verstehen wolle und den historischen Zusammenhang, in dem sie entstanden, für irrelevant halte. Jeder Autor schreibe im Blick auf Schwierigkeiten seiner Zeit und im Rahmen der Erfahrungen und Denkmöglichkeiten seiner Zeit. Skinner widerspreche der Annahme, in der politischen Ideengeschichte seien zeitlos gültige Wahrheiten aufgehoben. Dennoch könne sie zur genaueren Wahrnehmung der Gegenwart beitragen.

Der 1940 geborene Skinner hat den Angaben zufolge zahlreiche Preise und Auszeichnungen erhalten. Der Bielefelder Wissenschaftspreis, der den Hochschulstandort Bielefeld stärken soll, wird alle zwei Jahre verliehen. Bisherige Preisträger waren die deutschen Soziologen Renate Mayntz und Fritz Scharpf sowie der amerikanische Rechtsphilosoph Ronald Dworkin.

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