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Skispringer um Wellinger am Holmenkollen geschlagen

Oslo. Sowohl in der Breite als auch in der Spitze sind die deutschen Adler nicht mehr so stark wie zu Saisonbeginn. Der mit 60 000 Euro dotierte Sieg bei der Serie Raw Air ist für Wellinger und Co. in weiter Ferne. Der Pole Stoch patzt im Wind und darf diesmal nicht jubeln.

Skispringer um Wellinger am Holmenkollen geschlagen

Andreas Wellinger in Aktion. Foto: Grzegorz Momot/PAP

Die deutschen Skispringer um Olympiasieger Andreas Wellinger haben den Auftakt der Raw-Air-Serie am legendären Holmenkollen verpatzt und müssen den großen Siegerscheck über 60.000 Euro wohl schon abschreiben.

Einen Tag nach dem vierten Platz im Teamwettkampf verpassten Wellinger und Co. auch im Einzel die Podestplätze. Beim überraschenden Heimsieg von Daniel Andre Tande (128 und 132 Meter) landete Wellinger diesmal nur auf Rang 15. Bester DSV-Adler wurde Stephan Leyhe als Siebter, auch Richard Freitag fehlten auf Rang acht einige Punkte zum Podest. Tandes Erfolg war für die Norweger der erste Oslo-Heimsieg seit 14 Jahren.

„Mannschaftlich war es nicht so schlecht, wir haben nur leider keinen durchgekriegt“, sagte Bundestrainer Werner Schuster nach einem insgesamt enttäuschenden Wochenende. Vor allem die Konstanz sei seinen Schützlingen abgegangen, bemängelte der Österreicher. In der Gesamtwertung der mit insgesamt 100.000 Euro dotierten Raw-Air-Serie führt der Pole Kamil Stoch. Der Vierschanzentournee-Sieger hatte nach dem ersten Sprung deutlich geführt, im Wind und Schneetreiben von Oslo dann aber den Sieg mit 119 Metern noch hergegeben. Die Plätze zwei und drei belegten Stefan Kraft und Michael Hayböck, die den so gebeutelten Österreichern ein starkes Resultat bescherten.

Bei den Einzelwettkämpfen können Wellinger und der Gesamt-Zweite  Freitag nach Pyeongchang ihre starken Leistungen bisher nicht mehr so abrufen. „Der Start hätte besser sein können. Heute war es einfach zu windig. Da haben ein paar ins Klo gegriffen“, sagte der 22 Jahre alte Wellinger der Deutschen Presse-Agentur. Er scheue sieben weitere  Wettkampftage mit Springen in Lillehammer, Trondheim und Vikersund nicht, denn: „Mit der Kraft sieht es einwandfrei aus.“

Nach dem ersten Wochenende sind Dauersieger Stoch und der Norweger  Robert Johansson den DSV-Adlern schon weit enteilt. Etwa 25 Meter fehlen Wellinger bereits auf die Spitze, Tendenz steigend. „Die Gesamtwertung schaue ich mir am letzten Tag an“, stellte der Ruhpoldinger gelassen fest. Stoch ist nach seinen Triumphen bei der Vierschanzentournee und Olympia nun auf dem Weg, auch noch den Gesamtweltcup zu gewinnen. Im Team ist Norwegen weiter das Maß der Dinge, wie das Quartett um den derzeitigen Raw-Air-Zweiten Johansson mit einem Sieg am Samstag untermauerte.

„Vom Sprung her habe ich ein gutes Gefühl. Ich hätte es gerne noch weiter ausgeflogen, aber Schritt für Schritt“, sagte der Sachse Freitag, der seinen zweiten Sprung abfangen musste. Über zwei Monate nach seinem Sturz in Innsbruck scheint der 26-Jährige noch immer Schwierigkeiten mit der Landung im hohen Weitenbereich zu haben. „Ich muss das in den Griff kriegen“, stellte Freitag fest. Markus Eisenbichler, in der Vorwoche noch Zweiter in Lahti, schaffte es als 32. gar nicht in den zweiten Durchgang.

Zeit zum Erholen gibt es für die Adler nicht. Schon am Montag geht es in Lillehammer mit der Qualifikation für den nächsten Wettbewerb weiter. „Einfach weitermachen, und morgen gibt es eine neue Schanze“, sagte Wellinger. Wenn die Chancen der deutschen Springer auf den großen Siegerscheck schon geschrumpft sind, sollen in Richtung Saisonfinale wenigstens gute Einzelresultate her.

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