Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Skyline Bochum

BOCHUM Hoch hinaus will die Stadt, die Politik hat aber noch einige Bedenken.

von von Thomas Aschwer

, 16.09.2008
Skyline Bochum

In der Bochumer Innenstadt gibt es einige dominante Hochhäuser wie z.B. die Stadtbadgalerie, das Hotel oder das Verwaltungsgebäude der Stadtwerke. Weitere sind aus Sicht der Verwaltung ausdrücklich erwünscht.

Für den BioMedizinPark und das Umfeld der Riffhalle (City Tor Süd) gibt es Überlegungen für neue Hochhäuser. In Teilen sind sie schon so konkret, dass zunächst von einem bis zu 90 Meter hohen Gebäude im BioMedizinPark die Rede war.

Diese Planung ist zwar nicht mehr letzter Stand der Dinge, gleichwohl will der Investor deutlich höher als die Politik einst beschlossen hatte. Komplett ablehnen wollten die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung und Verkehr die Planung aber nicht. Wohl wissend, dass für das Gebiet Investoren dringend benötigt werden. So sendete der Ausschuss das Signal, dass die Stadt nicht starr an den Vorgaben festhält. Details müssen aber natürlich besprochen werden. Anders die Situation beim City Tor Süd. Auch hier könnte sich die Verwaltung ein Hochhaus vorstellen - nicht aber die Ausschussmehrheit.

Noch längst keine Einigkeit gibt es unter den Fraktionen in der Frage der künftigen Nutzung der Marienkirche. Für die CDU ist zunächst einmal die Reihenfolge der Entscheidungen falsch. Aus ihrer Sicht müsse zunächst einmal die Frage nach der Symphonie endgültig geklärt sein. Damit beginnt aber bereits das Problem. Die Zeit drängt. Für die Marienkirche mindestens so sehr wie für die Symphonie.

"Wir brauchen den Beschluss für den Wettbewerb", verwies Stadtbaurat Dr. Ernst Kratzsch auf die Zwänge, die durch das Kulturhauptstadt-Jahr 2010 entstehen. Er hat aber dennoch die Hoffnung, beide Entscheidungen in der nächsten Ratssitzung zusammen fügen zu lassen. Damit sind aber für die CDU noch längst nicht alle Fragen geklärt. Lothar Gräfingholt richtete im Ausschuss den Blick auf die finanzielle Situation und hinterfragte kritisch, ob sich die Stadt neben einer Symphonie einen kommunalen Kammermusiksaal leisten müsse. "Das ist der Hammer des Herbstes."

Für Gräfingholt auch unter dem Aspekt, dass im Haushalt 2009 kein Geld für ein derartiges Projekt eingestellt sei. Selbst bei einer 80-prozentigen Förderung geht er davon aus, dass die Stadt selbst ca. 2 Mio. Euro stemmen muss. Nach einer Pause sprach sich der Ausschuss am Ende ohne Gegenstimme für den Realisierungswettbewerb aus.