Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Smartphone-Schwäche bringt Sony rote Quartalszahlen

Tokio. Sony-Sanierer Kazuo Hirai verlässt die Konzernspitze mit einem Rekord-Jahresgewinn. Nur die Verluste im Smartphone-Geschäft sorgen zum Schluss noch für einen Kratzer.

Smartphone-Schwäche bringt Sony rote Quartalszahlen

Das Smartphone-Geschäft macht Sony schon seit längerer Zeit Probleme. Foto: Andrej Sokolow

Probleme im Smartphone-Geschäft haben Sony im vergangenen Quartal in die Verlustzone gedrückt. Der Elektronikkonzern verbuchte einen Verlust von 16,8 Milliarden Yen (127 Mio Euro).

Ein zentraler Auslöser dafür war eine Abschreibung in der Mobilfunksparte in Höhe von 31,3 Milliarden Yen (237 Mio Euro). Der Quartalsumsatz wuchs im Jahresvergleich um 2,5 Prozent auf 1,95 Billionen Yen, wie Sony am Freitag mitteilte.

Insgesamt verabschiedete sich Sony-Chef Kazuo Hirai nach sechs Jahren aber als erfolgreicher Sanierer: Sony schloss das Ende März ausgelaufene Geschäftsjahr mit einem Rekordgewinn von 491 Milliarden Yen (3,7 Mrd Euro) ab.

Im Vorjahr hatte es lediglich schwarze Zahlen von 73,3 Milliarden Yen gegeben. Sony hatte unter Hirai eine Serie von Verlustjahren überwunden und vor allem das Elektronik-Geschäft in Ordnung gebracht. Den Spitzenjob übernahm zum 1. April der bisherige Finanzchef Kenichiro Yoshida.

Das Smartphone-Geschäft macht Sony schon seit längerer Zeit Probleme. Zuletzt verfolgte der Konzern den Ansatz, sich auf lukrativere teure Smartphones zu konzentrieren und dafür auch Absatzrückgänge in Kauf zu nehmen.

Doch auch in diesem Marktsegment nimmt die Konkurrenz vor allem chinesischer Hersteller von Android-Smartphones zu. Zuletzt fuhr die Sparte wegen der Abschreibung einen Quartalsverlust von 44,6 Milliarden Yen (337,6 Mio Euro) ein und auch wieder rote Zahlen im gesamten Geschäftsjahr. Sony rechnet für das angebrochene Geschäftsjahr nur noch mit 10 Millionen verkauften Smartphones.

Das Spiele-Geschäft mit der Playstation-Konsole, der inzwischen mit Abstand größte Sony-Bereich, steigerte den Quartalsumsatz dagegen um gut 16 Prozent auf 444,6 Milliarden Yen. Sony verkaufte im gesamten Geschäftsjahr 19 Millionen Geräte seiner Playstation-4-Konsole, die nach über vier Jahren auf dem Markt Ermüdungserscheinungen zeigt: Für das angebrochene Geschäftsjahr rechnet Sony mit einem Absatzrückgang auf 16 Millionen Geräte.

Die höchsten Beitrag zum operativen Ergebnis steuerte im vergangenen Quartal das Entertainment-Geschäft bei. Die Musiksparte verdiente 30,9 Milliarden Yen und das Filmgeschäft mit seinen Hollywood-Studios und TV-Produktion 32,4 Milliarden Yen. Hirai hatte sich nach einer massiven Abschreibung zeitweise selbst um die Sanierung in Hollywood gekümmert.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Wirtschaft

Chef des südkoreanischen Mischkonzerns LG gestorben

Seoul. Der Vorsitzende des südkoreanischen Mischkonzerns LG, Koo Bon Moo, ist tot. Koo, der sich in den vergangenen Monaten mehreren Gehirnoperationen unterzogen hatte, sei im Kreis seiner Familie gestorben, berichteten südkoreanische Sender.mehr...

Wirtschaft

Uber will mit Bundesländern und deutschen Städten sprechen

San Francisco. Uber versuchte einst, auch in Deutschland den Verkehrsmarkt mit Privatleuten als Fahrer aufzumischen. Dieser Dienst ist hierzulande längst Geschichte, doch der Ruf ist immer noch ramponiert. Kann ein weiterer Neuanfang das ändern?mehr...

Wirtschaft

Japans Wirtschaft im ersten Quartal geschrumpft

Tokio. Japans Wirtschaft ist in den ersten drei Monaten dieses Jahres geschrumpft. Wie die Regierung mitteilte, sank das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt zwischen Januar und März um eine hochgerechnete Jahresrate von 0,6 Prozent.mehr...

Wirtschaft

Neue Job-Steuer in Seattle soll Obdachlosigkeit bekämpfen

Seattle. Die Amazon-Heimatstadt Seattle führt eine umstrittene neue Steuer ein, bei der größere Unternehmen jährlich 275 Dollar pro Mitarbeiter zur Bekämpfung der Obdachlosigkeit zahlen müssen.mehr...

Wirtschaft

DSGVO: Wirtschaft beklagt geringe Unterstützung der Behörden

Berlin. Kurz bevor die neue Datenschutzgrundverordnung verpflichtend wird, beklagen Industrievertreter teils mangelnde Unterstützung und Aufklärung von Seiten der Behörden.mehr...

Wirtschaft

Xerox-Übernahme gescheitert - Fujifilm sagt ab

New York. Der für seine Kopiergeräte-Technik und IT bekannte US-Konzern Xerox hat nach erbittertem Widerstand zweier Großinvestoren den geplanten Verkauf an den japanischen Rivalen Fujifilm abgesagt.mehr...