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Video und Fotos

So gehen die Stormchaser auf Jagd nach Unwettern

NRW Wenn sich am Himmel ein Unwetter zusammenbraut, sind die Stormchaser längst schon auf dem Weg zum Auto. Mit der Kamera im Gepäck jagen sie Gewittern durchs ganze Land hinterher. Kaum jemand sonst wagt sich so nah heran an Blitz und Donner. Wir zeigen Ihnen, was die Stormchaser im Outdoor-Einsatz erleben.

So gehen die Stormchaser auf Jagd nach Unwettern

Diese Aufnahme stammt von einem Unwetter in Oberkassel Anfang Juni 2014.

Echte Gänsehaut-Momente – darum geht es Tobias Mieseler. Der 25-Jährige ist seit knapp fünf Jahren Mitglied der Stormchaser Ruhrgebiet. Und seitdem immer auf der Jagd nach dem nächsten Unwetter.

Zeichnet sich irgendwo in NRW ein Gewitter ab – und scheint es noch dazu, ein heftiges zu werden –, dauert es nicht lang und Mieseler und die anderen Stormchaser sind auf Tour: Mit dem Handy samt Regenradar und Satellitenbildern in der Hand und dem Augen am Horizont verfolgen sie die Gewitterzellen. "Am besten man schafft es, sich vor die Gewitterfront zu postieren," erklärt Mieseler. Dann bekomme man die besten Bilder. Wie schön sich die Naturereignisse am Himmel zeigen und was den Reiz dieses besonderen Hobbys ausmacht, offenbart ein Blick ins Archiv der Stormchaser.

Das sind die spektakulären Bilder der Stormchaser

Eine Faszination für Blitze haben die Stormchaser alle – dabei vergessen sie aber nie ihre Sicherheit. Wenn es zu brenzlig wird, räumen sie das Feld.
Stormchaser wissen die Wolkenformationen ganz genau zu deuten.
Die Kamera darf bei den Stormchasern nie fehlen.
Eine Faszination für Blitze haben die Stormchaser alle – dabei vergessen sie aber nie ihre Sicherheit. Wenn es zu brenzlig wird, räumen sie das Feld.
Es ist die Faszination der Naturgewalt, die die Stormchaser jedes Mal aufs Neue in Freie ziehen.
Die Aufnahme stammt aus dem Archiv der Stormchaser. Von jeder erfolgreichen Unwetter-Jagd bringen sie Erinnerungen mit.
Diese Aufnahme stammt von einem Unwetter in Oberkassel Anfang Juni 2014.
Mit Langzeitbelichtung fangen die Sturm-Jäger atemberaubende Momente ein.
Die Kamera darf bei den Stormchasern nie fehlen.
Die Aufnahme stammt aus dem Archiv der Stormchaser. Von jeder erfolgreichen Unwetter-Jagd bringen sie Erinnerungen mit.
Die Aufnahme stammt aus dem Archiv der Stormchaser. Von jeder erfolgreichen Unwetter-Jagd bringen sie Erinnerungen mit.
Diese Aufnahme stammt von einem Unwetter in Oberkassel Anfang Juni 2014.
Eine Faszination für Blitze haben die Stormchaser alle – dabei vergessen sie aber nie ihre Sicherheit. Wenn es zu brenzlig wird, räumen sie das Feld.
Die Aufnahme stammt aus dem Archiv der Stormchaser. Von jeder erfolgreichen Unwetter-Jagd bringen sie Erinnerungen mit.
Schnell ins Auto zurück heißt es, wenn die Blitze den Stormchasern zu nah rücken. Wenn sie Glück haben, haben sie bis dahin solch tolle Fotos im Kasten.
Eine Faszination für Blitze haben die Stormchaser alle – dabei vergessen sie aber nie ihre Sicherheit. Wenn es zu brenzlig wird, räumen sie das Feld.
Stormchaser wissen die Wolkenformationen ganz genau zu deuten.
Eine Faszination für Blitze haben die Stormchaser alle – dabei vergessen sie aber nie ihre Sicherheit. Wenn es zu brenzlig wird, räumen sie das Feld.
Stormchaser wissen die Wolkenformationen ganz genau zu deuten.
Stormchaser wissen die Wolkenformationen ganz genau zu deuten.

Doch nicht nur um Gewitter-Aufnahmen geht es den Stormchasern bei ihrer Jagd. Das Team arbeitet mit dem eingetragenen Verein Skywarn Deutschland zusammen. Dieser sieht sich laut Homepage als Ergänzung zum Wetterdienst – er will helfen, Menschen vor gefährlichen Wetterlagen zu warnen. In den USA sei sein amerikanisches Pendantt bereits zum essentiellen Bestandteil der dortigen Wetterwarnungen geworden. Elmar Grüwel, Gründungsmitglieder der Stormchaser Ruhrgebiet, erklärt: "Viele von uns haben eine Schulung hinter sich und können über eine Hotline Informationen vom Ort des Geschehens an Skywarn weitergeben." Es sei manchmal einfach hilfreich, vor Ort beobachten zu können. Der Wetterdienst habe ja meist nur Satellitenbilder zur Verfügung, meint Grüwel. "Aber wir bekommen hautnah mit, was da vom Himmel kommt."

In der Stormchasing-Saison von April bis September sind die Stormchaser regelmäßig auf Tour. Ein Datum allerdings, das auch die Stormchaser Ruhrgebiet so schnell nicht mehr vergessen werden, ist der 9. Juni 2014. An diesem Tag wütete das große Pfingstunwetter in NRW. Mitten drin: das junge Team mit ihren Kameras. Im Video erinnert sich Stormchaser Ricardo Zelisko, wie er das Unwetter hautnah miterlebte:

Eines ist den Stormchasern aus dem Ruhrgebiet aber wichtig, klar zu stellen: Ihnen geht es nicht um die Schäden, die das Unwetter anrichtet. "Wir sind nicht sensationsgeil", sagt Mieseler. Er kennt die Beweggründe der rund 14 Mitglieder, sich so nah an Gewitter zu wagen: "Es geht um die Faszination der Naturgewalten. Wenn Blitze über den Himmel zucken, ist das einfach nur atemberaubend schön." Dabei verliere das Team nie aus den Augen, sich rechtzeitig in Sicherheit zu bringen. Auch Grüwel achtet darauf, dass sich vor Ort niemand aus der Gruppe in Gefahr begibt. "Wenn das Gewitter zu nah ist, heißt es ab ins Auto." Passiert ist den Stormchasern bisher noch nichts. Das liegt auch sicherlich daran, dass die Männer und Frauen der Ruhrgebiets-Gruppe Ahnung vom Wetter haben. Sie wissen, was Wolkenformationen bedeuten und welchen Einfluss der Wind nimmt. Mit Hilfe der Technik lasse sich für die erfahrenen Stormchaser abschätzen, wo ein Gewitter entsteht und welchen Weg es sich bahnen könnte.

Eine hundertprozentige Vorhersage, wo ein Unwetter wütet, können aber auch die Stormchaser nicht abgeben. Mieseler erklärt: "Manchmal ist es Glückssache, da muss man entscheiden: Fahre ich nun links oder rechts." Dann entscheide das Bauchgefühl – immer in der Hoffnung, das Gewitter schlage diesen Weg auch ein. Auf der Jagd nach dem Naturphänomen kommen bei den Mitgliedern einige Kilometer auf der Autobahn zusammen. "Letztens haben wir eine Zelle fast bis in den Harz hinein verfolgt", berichtet Zelisko, der ab und zu mit dem Wagen seiner Eltern unterwegs ist. Kein günstiges Hobby also, wenn der Tank regelmäßig aufgefüllt werden muss. "Aber oft lohnt es sich ja auch: Da haben wir Glück und sehen etwas richtig Großes", sagt er.

"Dieses Jahr war wirklich außergewöhnlich", sagt Mieseler, der überlegt, bald ein Meteorologie-Studium anzufangen. Sonst hätten die Stormchaser in Baden-Württemberg meist die besten Chancen auf außergewöhnliche Bilder, dieses Jahr aber sei hier in der Region aber weit mehr passiert. Ob sie in den kommenden Jahren als Stormchaser immer häufiger unterwegs sein werden? Das bezweifelt Mieseler. "An der Zahl der Gewitter wird sich nichts ändern", sagt er. Die Intensität aber könne zunehmen. "Das liegt am Klimawandel und den insgesamt steigenden Temperaturen", begründet er. Denn je wärmer die Luft, desto mehr Energie könne sie speichern. "Das kann dann für solche Gewitter sorgen, wie wir sie in den letzten Wochen hatten."  

So sollten Sie sich bei einem Gewitter verhalten










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