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Soko Wismar: Bittere Weihnachten

Wismar/Mainz. Für diesen Fall brauchen die Beamten der „Soko Wismar“ mehr Zeit als sonst. Die Nichte einer Kollegin ist verschwunden. Und je länger die Suche dauert, desto mehr Verdächtige gibt es.

Soko Wismar: Bittere Weihnachten

Katrin Börensen (Claudia Schmutzler) und Kollegen vom „Soko Wismar“-Team. Foto: Marc Meyerbröcker

Advent. Es ist die Zeit der Erwartung und die der kurzen, grauen, meist lichtarmen Tage. Kriminalhauptkommissar Jan Reuter (Udo Kroschwald) und seine Kollegen der „Soko Wismar“ lassen den Tag im Schein von Lichterketten ausklingen.

Auf dem Weihnachtsmarkt der Hansestadt genehmigen sie sich noch einen Glühwein. Auch die Rechtsmedizinerin Helene Sturbeck (Katharina Blaschke) ist dabei, mit ihrer Nichte Maike (Anna Herrmann).

Für die alleinstehende Ärztin ist die junge, lebenshungrige Frau ein besonderer Lichtblick im Alltagsgrau zwischen Obduktionstisch und Wohnhaus in ländlicher Abgeschiedenheit. Helene freut sich über den vorweihnachtlichen Besuch ihrer Patentochter, die in Köln Medizin studiert und für die sie sich nach dem frühen Tod ihrer Schwester in besonderer Weise verantwortlich fühlt. Doch dann verschwindet die junge Frau in der Nacht nach dem fröhlichen Treffen am Glühweinstand. Das demolierte Fahrrad und eine Blutlache am Straßenrad lassen das Schlimmste befürchten. Von Maike fehlt jede Spur. Helenes Hoffnung, ihre Nichte lebend wiederzusehen, schwindet zusehends.

Die Krimiserie „Soko Wismar“ läuft üblicherweise mittwochs in einer Länge von jeweils 45 Minuten im Vorabendprogramm des ZDF. Die Folge „Bittere Weihnachten“ strahlt der Sender aber an diesem Mittwoch (20.15 Uhr) in Spielfilmlänge zur Prime Time aus.

Die doppelte Sendezeit nutzen die Autoren Frank Weller und Andreas Quetsch, um – spannungsreich und mit vielen Lichteffekten stimmungsvoll in Szene gesetzt von Regisseur Sascha Thiel - gleich mehrere Fährten zu möglichen Tätern auszulegen. So fühlen die Ermittler aus Reuters Team einem Obdachlosen (Bernardo Arias Porras) auf den Zahn, der in der Nähe des Tatorts in einer Ruine sein Lager aufgeschlagen hat. Sie kommen dem leichtlebigen Ehemann (Josef Heynert) einer erfolgreichen Unternehmerin auf die Schliche, der nach vielerlei Ausflüchten doch zugeben muss, ein Verhältnis mit Maike gehabt zu haben. „Maike war ok“, versichert er den Kriminalbeamten, als er ihnen über die letzte Begegnung mit der jungen Frau berichtet.

Und dann ist da noch ein ehemaliger Lehrer (Oliver Bröcker), dem trotz Freispruchs vor Gericht noch immer wie Pech der Vorwurf anhaftet, sich an einer Schülerin vergangen zu haben. „Jedes Mal, wenn etwas in dieser Richtung passiert, stehen Sie bei mir auf der Matte“, stellt der Mann im Polizeiverhör fast schon resigniert fest. Privat und auch beruflich warf ihn die Verdächtigung aus der Bahn. Mit dem Verkauf von geschnitzten Weihnachtsengeln verdient er nun sein Geld, unterstützt von einer Bekannten (Birge Schade), die offenkundig fest zu ihm steht.

Doch lässt sich lange Zeit bei keinem der Verdächtigen ein Tatverdacht wirklich erhärten. Welcher auch? Denn unklar bleibt, was eigentlich mit Maike passierte - und wo sie ist. Eine Lösegeldforderung gibt es nicht. Und dann erhält Helene überraschend einen Anruf, in dem Maike kurz mitteilt, dass alles gut werde. Die brüchige Stimme der jungen Frau aber löst nicht nur bei Helene Zweifel an einem guten Ausgang aufkommen. Wenig später muss sie bei einem Spaziergang am Strand erkennen, dass ihre Vorahnung nicht unberechtigt war. Und schließlich findet sie den Schlüssel zur Aufklärung in der eigenen Geschichte.

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