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Alltagsprobleme von Behinderten

Sorge um Hygiene - Blindenhunde im Krankenhaus

NRW Was in Supermärkten schon schwierig ist, spitzt sich in Krankenhäusern noch zu. Dort werde der Zutritt von Blinden- und Assistenzhunden oft verboten, sagt Sabine Häcker vom Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV). Auch in Arztpraxen komme das oft vor.

In diesem Fall obliegt die Entscheidung dem jeweiligen Arzt oder Krankenhaus-Betreiber, der sich auf sein Hausrecht berufen darf. In einer Stellungnahme rät das Bundesgesundheitsministerium, die Tiere in öffentlich zugänglichen Bereichen von Gesundheitseinrichtungen zuzulassen. Von Krankenzimmern, Behandlungsräumen und OPs dagegen solle man die Hunde aus hygienischen Gründen fernhalten. Der DBSV beruft sich zwar auf das Sozialgesetzbuch, wonach Führ- und Assistenzhunde als Hilfsmittel gelten. Daraus aber lässt sich laut Gesundheitsministerium kein uneingeschränkter Zutritt für Hunde ableiten. Eine Stichprobe:

  • Das Klinikum Dortmund „gewährt Blindenhunden selbstverständlich Zutritt“. Es handele sich hier um besondere Hunde, erklärt Sprecher Marc Raschke.
  • Die Uniklinik Münster stellt Servicepersonal zur Verfügung, das behinderte Menschen während des gesamten Aufenthaltes begleitet. „Kein Zutritt für Hunde“, heißt es unmissverständlich.
  • Die Bergmannsheil-Klinik in Bochum hat bislang einen blinden Patienten mit Hund stationär aufgenommen. „Das Tier musste im Krankenzimmer bleiben.“
  • Bei der Ärztekammer Westfalen-Lippe ist der Zutritt von Blindenhunden in Arztpraxen offenbar noch kein Thema. „Man sollte mit gesundem Menschenverstand handeln“, sagte ein Sprecher.
  • Und genau so wird es wohl auch meistens gehandhabt. Die Erfahrungen zweier blinder Menschen – Manuela Kürpick (Dortmund) und Karl Pudlich (Sassenberg) zeigen: Führhunde dürfen die Arztpraxen meistens betreten. Die Tiere kommen zwar nicht mit ins Sprechzimmer, warten aber bei den Arzthelferinnen. Harsche Kritik übt der DBSV an Taxi-Unternehmen: „Viel zu oft noch weigern sich Taxifahrer, die Hunde mitzunehmen, sagt Sabine Häcker. Das Land NRW hat daher Mitte 2013 ausdrücklich auf die Beförderungspflicht von Blindenhunden hingewiesen..„Taxiruf“ in Münster und „Taxi Dortmund“ nehmen die Tiere mit, es sei denn, der Fahrer ist allergisch oder hat Angst vor Hunden. Beide Unternehmen empfehlen: Beim Ruf des Taxis auf den Hund hinweisen. 
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