Sorge um den Verkehr am geplanten „Mühlencenter“ in Unna

Post und Mühle Bremme

Wie der Verkehr rund um das geplante Einkaufszentrum am Standort der heutigen Mühle Bremme abgewickelt wird, ist für viele noch schwer vorstellbar. Die Stadt verspricht: Nichts wird genehmigt ohne schlüssiges Konzept.

Unna

, 25.06.2018, 12:58 Uhr / Lesedauer: 1 min
Auf dem Gelände der Mühle Bremme soll ein Einkaufszentrum gebaut werden. Auch eine geringfügige Entwicklung im benachbarten Postgebäude weckt Sorgen um den Verkehr. Foto: Blossey.

Auf dem Gelände der Mühle Bremme soll ein Einkaufszentrum gebaut werden. Auch eine geringfügige Entwicklung im benachbarten Postgebäude weckt Sorgen um den Verkehr. Foto: Blossey. © www.blossey.eu

Neben der früheren Mühle soll es auch im Postgebäude eine Entwicklung geben, wenn auch in deutlich geringerem Umfang. Der private Eigentümer des Gebäudes will das Dachgeschoss vermarkten. Für Post- oder Postbankzwecke wird es nicht benötigt, geplant sind Wohnungen, Büros oder Praxen. Dafür ist eine Änderung des bestehenden Bebauungsplans nötig. Und diese Formalität brachte nun im zuständigen Fachausschuss ungewollt das Thema Mühle Bremme auf die Tagesordnung. Wenn nun in der Postimmobilie mehr Nutzung möglich wird, wie würde sich das noch auf die schwierige Verkehrssituation bis hin zum umstrittenen Kreishauskreisel auswirken? Auf diese kritische Frage aus den Reihen der Politik antwortete Uwe von Hofen, Chef der städtischen Bauleitplanung, mit erheblichem Zusatzverkehr vom und zum Postgebäude sei nicht zu rechnen.

Das historische Gebäude an sich soll sich überdies nur geringfügig verändern. An der Außenfassade darf wegen des geltenden Denkmalschutzes nichts verändert werden. Einzige Ausnahme wäre laut Stadt ein angebauter Aufzug, der das Dachgeschoss auch für Gehbehinderte nutzbar macht.

Das geplante „Mühlencenter“ wird sehr wohl Auswirkungen auf den Verkehr im Umfeld haben. Wie berichtet soll im Zuge der Überplanung des Mühlengeländes die Verkehrsanbindung verändert werden, unter anderem mit einer Linksabbiegespur von der Kantstraße aus. Ein Knackpunkt ist der schon jetzt überlastete Kreishauskreisel. Im Gespräch ist eine Fußgängerampel für die Viktoriastraße, die Staus vermeiden soll. An einem Verkehrskonzept werde gerade intensiv gearbeitet, sagte der städtische Baudezernent Michael Ott im Ausschuss. Die Verwaltung werde der Politik darüber berichten, bevor eine Baugenehmigung für das Mühle-Bremme-Areal erteilt wird, versprach Ott.