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Spanien erwartet Argentinien und „Alien“ Messi

Frankfurt/Main. Lionel Messi spielt seit er 14 ist für den FC Barcelona und hat auch einen spanischen Pass. In seiner Wahlheimat fordert er mit Argentinien nun jene spanische Mannschaft, die gegen Deutschland so glanzvoll aufspielte.

Spanien erwartet Argentinien und „Alien“ Messi

Die spanische Nationalmannschaft trifft in einem weiteren Testsiel auf die Auswahl Argentiniens. Foto: Federico Gambarini

Nach dem glanzvollen 1:1 von Düsseldorf im Härtetest gegen Weltmeister Deutschland haben sich Ramos, Andrés Iniesta, Thiago und Co. für die WM in Russland in den Vordergrund gespielt.

Auch wenn für Spaniens Kapitän Sergio Ramos selbst die Sache klar ist. „Deutschland und Leo Messis Argentinien sind die Favoriten auf den WM-Pokal.“ Gegen Vize-Weltmeister Argentinien wartet am Dienstag die nächste Herausforderung auf den Titelgewinner von 2010. Der zuletzt angeschlagene Messi stand am Sonntag wieder auf dem Trainingsplatz.

Beim 2:0-Sieg in Manchester gegen Italien hatte der Kapitän der Südamerikaner nur zugeschaut. Messi plagen Probleme im Oberschenkel, auch am Samstag trainierte er nicht mit den Reservisten. Am Sonntag aber stand der 30-Jährige auf dem Rasen des Trainingsgeländes Ciudad Real Madrid - dort, wo normalerweise sein großer Rivale Cristiano Ronaldo schwitzt.

Nach seiner Ankunft in Madrid ignorierte der fünffache Weltfußballer, der endlich Weltmeister werden will, alle Mikrofone. Er kritzelte schnell ein paar Autogramme und verschwand im Mannschaftsbus. „Ich will immer spielen, aber bis zur WM ist es noch lang. Wir haben uns entschieden, auf dieses Spiel zu verzichten, damit ich mich schonen kann“, sagte der 30-Jährige nach der Partie in Manchester. Und mit Blick auf das Duell gegen Spanien meinte er: „Hoffentlich bin ich fit, um zu spielen. Ich habe jetzt ein paar Tage mehr, um auszuruhen.“

Seinem Clubkollegen Gerad Piqué dürfte es nicht unrecht sein, wenn Messi am Dienstag nicht auf ihn zugestürmt kommt. „Wenn ich es in einem Satz erklären müsste: Er ist ein Alien. Er ist nicht von diesem Planeten“, sagte der Innenverteidiger dem Internet-Portal „The Players' Tribune“. Kaum ein spanischer Fußballer kennt Messi so gut und so lange wie der Welt- und Europameister. „Er ist der einzige Spieler, bei dem ich mich daran erinnern kann, als ich ihn das erste Mal spielen gesehen habe - und da waren wir 13“, erklärte der 31-Jährige: „Ich sagte mir damals: Dieser Junge kommt von woanders. Das ist nicht menschlich.“

Argentinien ist Messi - so sieht es selbst Nationaltrainer Jorge Sampaoli mit Blick auf die WM. „Wenn er fit ist, ist es seine Mannschaft. Es ist mehr seine Mannschaft als meine. Wenn er so weitermacht, wird er jedes Mal besser spielen.“ Sampaoli hat abgesehen von seiner Nummer 10 mit Sergio Agüero von Manchester City und Paris Saint-Germain zwei weitere angeschlagene Offensivkräfte.

„Wir haben einen weiteren Schritt nach vorne gemacht“, sagte der Coach nach dem Erfolg gegen die Italiener, die bei der WM außen vor sind. Allein wegen Messi gehört Argentinien vier Jahre nach dem 0:1 im Finale gegen Deutschland automatisch zu den WM-Favoriten. Der Superstar selbst hält sprichwörtlich den Ball - ganz nach seiner bevorzugten Spielweise - flach. „Momentan gibt es bessere Teams als uns“, sagte Messi dieser Tage. „Brasilien ist sehr gut, Deutschland ist immer Favorit, Frankreich ist stark, Spanien hat tolle Spieler.“

Beim 1:1 gegen Deutschland begeisterte vor allem das Trio mit dem omnipräsenten Real-Star Isco, dem stets gefährlichen Dauerbrenner David Silva und Barcelonas nach wie vor genialem Ballverteiler Andrés Iniesta. „Härtetest mit Auszeichnung bestanden“, schrieb die Sportzeitung „Mundo Deportivo“. „La Roja hat Deutschland in der ersten Halbzeit mit magischem Spiel eine Lektion erteilt.“

Unter Lopetegui, dem Nachfolger von Vicente del Bosque, blieben die Spanier im 17. Spiel ungeschlagen. Nichts erinnerte die 50 653 Zuschauer mehr an jene Mannschaft, die bei der WM 2014 in Brasilien kläglich in der Vorrunde scheiterte und bei der EM 2016 in Frankreich im Achtelfinale von Italien demontiert wurde. „Spanien ist sehr eingespielt, da greifen die Automatismen sehr gut“, stellte auch Bundestrainer Joachim Löw fest. Gegen Messi - das wissen Ramos und Piqué nur zu gut - helfen jedoch keine Automatismen.

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