Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Spanische Bankkunden heben massiv Geld ab

Frankfurt/Madrid (dpa) In Spanien haben Bankkunden laut einer am Freitag veröffentlichten Statistik der Europäischen Zentralbank (EZB) erneut massiv Geld von ihren Konten abgehoben.

Spanische Bankkunden heben massiv Geld ab

Bankautomat des Geldinstitutes Catalunya Caixa in Barcelona. Verunsichert durch die Schuldenkrise lassen sich viele spanische Bankkunden ihr Guthaben bar auszahlen. Foto: Alberto Estevez

Laut den Daten verringerten unter anderem Privatkunden und Unternehmen die Einlagen in dem angeschlagenen Euroland im Mai um etwa 33 Milliarden Euro auf rund 1,593 Billionen Euro. Damit sanken die Einlagen den Angaben zufolge auf den tiefsten Stand seit Oktober 2008 - damals hatte die Finanzkrise mit dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers einen Höhepunkt erreicht.

Binnen Jahresfrist sorgte die Schuldenkrise laut der EZB-Statistik bei den Einlagen spanischer Geldhäuser in dieser Abgrenzung für einen Einbruch um etwa 133 Milliarden Euro. Die Daten der Notenbank umfassen nach Aussagen von Experten die Einlagen für den gesamten privaten Sektor mit Ausnahme des Finanzsektors. Hierunter fallen unter anderem die Privathaushalte, Unternehmen außerhalb des Finanzsektors oder auch Rentenfonds.

Während die Einlagen bei spanischen Banken zuletzt deutlich sanken, meldeten die Banken in Italien keine nennenswerten Veränderungen. Im zweiten großen Krisenstaat der Eurozone hielt sich das Volumen kaum verändert bei 1,414 Billionen Euro.

Im Erhebungszeitraum der EZB-Statistik im Mai hatte sich die Bankenkrise in Spanien stark zugespitzt und einen vorläufigen Höhepunkt erreicht. Vor allem der Sparkassen-Riese Bankia geriet in arge Schwierigkeiten. Zuletzt hatten sich die Staats- und Regierungschefs auf dem EU-Gipfel darauf geeinigt, den großen Krisenländern Spanien und Italien unter die Arme zu greifen. Geplant ist demnach, dass die beiden Länder im Kampf gegen die Schuldenkrise stärker auf die Rettungsfonds EFSF und ESM zugreifen dürfen.

THEMEN

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Wirtschaft

Finanzamt an Kosten für Gartenarbeit beteiligen

Berlin (dpa/mn) Gartenarbeit kann teuer sein - besonders wenn Expertenhilfe in Anspruch genommen wird. Eigenheimbesitzer haben die Möglichkeit, einen Teil der dabei entstandenen Kosten von der Steuer abzusetzen, erklärt die Eigentümergemeinschaft Haus & Grund.mehr...

Wirtschaft

Steuerbonus für den Frühjahrsputz im Garten

Berlin (dpa/tmn) Für den Frühjahrsputz im Garten können Hausbesitzer einen Steuerbonus in Anspruch nehmen. Zumindest ein Teil der Aufwendungen lässt sich absetzen - auch bei der Gestaltung eines neuen Gartens.mehr...

Wirtschaft

Dienstleistungen im Garten steuerlich geltend machen

Berlin (dpa/tmn) Wer eine Hilfe bei der Gartenarbeit beschäftigt, kann diese bei der Einkommensteuererklärung geltend machen. Darauf weist der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland hin.mehr...

Dubioser "Diamantenhandel"

Unister-Betrug: Finanzvermittler aus Unna angeklagt

LEIPZIG/UNNA Im mysteriösen Betrugsfall um den Gründer des Internet-Unternehmens Unister, Thomas Wagner, ist Anklage gegen einen Finanzvermittler erhoben worden. Der 69-Jährige Mann aus Unna soll ein betrügerisches Kreditgeschäft mit einem angeblichen isrealischen Diamantenhändler eingefädelt haben.mehr...

Wirtschaft

Steuerbehörde darf bei Verdacht Daten zurückhalten

Karlsruhe (dpa) Beim Verdacht auf Steuerhinterziehung dürfen Behörden heimlich Daten horten. Sie müssen diese Daten auch nicht unbedingt herausrücken, entschied das Bundesverfassungsgericht in einem am Freitag (28. März) veröffentlichten Beschluss.mehr...