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Sportwagen aus der zweiten Reihe in Genf

Genf. Ferrari, Lamborghini, McLaren - die großen Namen sind traditionell auf dem Autosalon in Genf vertreten. Doch in ihrem Windschatten gibt es auf der Messe noch andere Flitzer zu entdecken.

Denken Autofans mit Hang zu Pferdestärken und Motorsport an Genf, haben sie meist Renner bekannter Marken vor Augen. Denn den meisten Glamour versprühen auf dem Autosalon Ferrari, Lamborghini oder McLaren.

Doch auch unter den weniger beachteten Flitzern auf dem Genfer Autosalon (Publikumstage 8. bis 18. März) sind etliche Hingucker. Eine Übersicht:

Noch am ehesten ist Motorsportfreunden die Geschichte von Alpine oder dem Lancia Stratos präsent, an die neue Modelle auf der Messe anknüpfen. So gibt es von der im vergangenen Jahr in Anlehnung an den Klassiker neu aufgelegten Alpine A110 in diesem Jahr zwei neue Varianten zu sehen.

Dabei handelt es sich um die Alpine A110 Légende für komfortbetonteres, schnelles Reisen etwa dank sechsfach verstellbarer Ledersportsitze und die gewichtsreduzierte Alpine A110 Pure mit leichten Schalensitzen. Beide Versionen erhalten mittels eines Turbobenziner Vortrieb, der aus 1,8 Litern Hubraum 185 kW/252 PS schöpft und die Leistung über ein Doppelkupplungsgetriebe mit sieben Gängen an die Hinterräder weitergibt. Die Preise starten bei 54 700 Euro (Pure) beziehungsweise 58 500 Euro (Légende).

An die Stratos-Rennlegende erinnert ein anderes Projekt. Bei Manifattura Automobili Torino (MAT) entsteht der Lancia Stratos als Neuinterpretation in Kleinserie mit 25 Stück. Das keilförmige Original kämpfte in den 1970ern bei Rallyes um Lorbeeren.

Mit krassen Leistungsdaten ringt man dagegen am Stand der kroatischen Marke Rimac Automobili, eigentlich ein Zulieferer, um Aufmerksamkeit: Dort gibt es den elektrischen C Two zu bestaunen. Der E-Renner soll 1408 kW/1914 PS leisten und bis zu 412 km/h schnell sein. Für den Sprint - wohlgemerkt auf Tempo 300 - benötigt die nur 1,21 Meter hohe Flunder aus Carbonfaser 11,8 Sekunden: so wenig, wie normale Pkw für Tempo 100 brauchen. Für die maximale Reichweite mit einer Akkufüllung nennt das Unternehmen 650 Kilometer. Rimac plant eine Kleinserie von 150 Fahrzeugen.

Noch beeindruckender soll das Auto von Corbellati werden - die italienische Firma hat „das schnellste Hypercar“ der Welt angekündigt und nennt ihre Interpretation blechgewordenen High-Speeds treffenderweise Missile. Das passt weniger zum Aussehen: Das 1,17 Meter flache Geschoss erinnert an Rennsportwagen aus den 1960er-Jahren. Doch Fahrleistungen und Motordaten gehen in die richtige Richtung: Der neun Liter große V8 mit Doppelturbo entfesselt laut Hersteller 1324 kW/1800 PS und soll damit bis zu 500 km/h wahr werden lassen.

Anfang nächsten Jahres will Corbellati den Missile auf einem Salzsee in die USA bis auf diese Geschwindigkeit beschleunigen. Später soll der Wagen tatsächlich als Verkaufsauto auf die Straße kommen. Zahlungskräftige Speed-Junkies dürften aber nicht vor Ende 2019 zuschlagen können. Der Preis ist noch unbekannt, dürfte aber sicher siebenstellig werden.

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