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Springorumallee: Für Straßenbau fallen Bäume

Arbeiten im Gewerbegebiet

Sie wird zwei wichtige Gewerbegebiete verbinden – und ist seit Jahrzehnten umstritten: Die Verlängerung der Springorumallee bis zur Prinz-Regent-Straße. Dass für die Arbeiten zahlreiche Bäume gefällt werden mussten, verärgert unseren Leser Jürgen Dassow. Er bezeichnet die Rodungen sogar als „naturverachtend“.

BOCHUM

, 07.01.2015
Springorumallee: Für Straßenbau fallen Bäume

Für die Verlängerung der Springorumallee müssen zahlreiche Bäume gefällt werden.

Derzeit ist die Springorumallee eine Sackgasse. Wer von der Carolinenschule oder der Wirtschaftshochschule EBZ zum Gelände rund um die Zeche will, muss einen großen Umweg über die neue Autobahn 448 oder über die Straße An der Holtbrügge fahren. Doch damit ist es bald vorbei. Denn derzeit führt die Stadt Bochum den Ausbau der Straße fort – und wird damit das Bildungsviertel Springorum mit dem Kreativzentrum rund um die Popakadamie an der Prinz-Regent-Straße verbinden.

Dass das unweigerlich mehr Verkehr nach sich ziehen würde, ist nicht der einzige Punkt, über den sich Jürgen Dassow ärgert: „Mit dieser Straße wird eine Biotop-Verbundfläche zerschnitten“, schreibt er in einem Leserbrief und fürchtet, dass keine Ersatzpflanzungen vorgenommen werden. Seitens der Stadt antwortet man auf die Sorge mit einer vagen Auskunft: „Die Stadt wird alle gesetzlichen Auflagen zum Naturschutz in Abstimmung mit der unteren Landschaftsbehörde und Landschaftsplanern beachten und umsetzen“, sagt Stadtsprecher Thomas Sprenger. Er weist jedoch darauf hin, dass „unvermeidbare Eingriffe auszugleichen sind“.

Neben den Rodungen stößt Dassow noch mehr sauer auf. Denn auch der Springorum-Radweg wird durch die neue Straße zerschnitten. Sein Vorschlag, diesen Schnitt durch eine Radbrücke auszugleichen, stößt bei der Stadt jedoch auf Ablehnung. Denn die will die Kreuzung mit dem Radweg nutzen, um beide Bildungsareale besser an das Bochumer Radwegenetz anzuschließen. Aufgrund der hohen Wichtigkeit dieses Anschlusses für den Alltagsradverkehr sei der Aufwand für eine Radwegebrücke nie ermittelt worden, so Thomas Sprenger.

Der Stadtsprecher kann auch Fragen nach der Finanzierung der Straßenbaumaßnahme klären. Zunächst, so schreibt Jürgen Dassow, habe die Wirtschaftsförderung die Gesamtkosten übernehmen wollen. In einer Sitzung der Bezirksvertretung im vergangenen Jahr habe es zuletzt jedoch geheißen, dass die Wirtschaftsförderung nun nur noch einen Teil übernehmen würde. „Die Mittel für Planung und Bau der Springorumallee waren bis zur Neuorganisation der Wirtschaftsförderung im Haushaltsbudget der Wirtschaftsförderung veranschlagt“, sagt Thomas Sprenger. „Danach wurden diese Mittel im Straßenbautitel eingeplant und stehen nunmehr auch zur Verfügung“, sagt er. Seitens der Bezirksvertretung Südwest seien keine Mittel geflossen.  

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