Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Springorumsiedlung blickt auf bewegte Geschichte zurück

75-jähriges Jubiläum

Rund 100 Gäste feierten im Vereinsheim von Viktoria Kirchderne das 75-jährige Jubiläum der Kirchderner Springorumsiedlung. Neben Siedlern der neuen Generationen blickten vor allem Anwohner der ersten Stunde auf eine bewegte Siedlungsgeschichte zurück.

KIRCHDERNE

von Von René Langhoff

, 23.06.2012
Springorumsiedlung blickt auf bewegte Geschichte zurück

Die Jubilare unter den Siedlern erhielten zur 75-Jahr-Feier einen hübschen Blumenstrauß.

Zum Jubiläum der Traditionssiedlung kamen zahlreiche Gäste nach Kirchderne. Bruno Schreurs, Vorsitzender der Siedlung, konnte neben Oberbürgermeister Ullrich Sierau auch AWO-Bundesvorstandsmitglied Bodo Champignon begrüßen.

 Passend zum eingespielten „Steiger-Lied“ erinnerte Ullrich Sierau vor allem an den Strukturwandel, der auch Kirchderne in besonderem Maße traf. Dabei betonte er die Wichtigkeit der Siedlungen für das Heimatgefühl. „Bei allen Problemen war das Wohnungsumfeld immer ein wichtiger Hafen, indem man sich wohlgefühlt hat“, sagte er. Am 1. Oktober 1935 begann die 75-jährige Geschichte der Siedlung. Die Hoesch AG suchte damals nach neuen Wegen im Wohnungsbau für die eigene Belegschaft. So entstand mit der Springorumsiedlung die erste Eigenheimsiedlung für die Mitarbeiter. Die monatliche Belastung war dabei kaum größer als die Mieten am Borsigplatz.  

 Adolf Manthey (88), Siedler der ersten Stunde, erinnert sich vor allem an die schwere Nachkriegszeit. „Damals war Wohnraum knapp, da viele Häuser zerbombt waren. So lebten schon mal zehn Leute auf 70 Quadratmetern.“ Insgesamt lobte er aber das Leben und den Zusammenhalt in der Siedlung. „Ich habe hier immer gerne gelebt, konnte viele Freundschaften schließen und habe viele schöne Erinnerungen“, erzählte er. Auch die 75-Jahr-Feier dürfte an diese Erinnerungen anknüpfen. Neben der Ehrung der Jubilare setzte das mit Überraschungen gespickte Bühnenprogramm Akzente.

Zunächst zeigten Schülerinnen der Dortmunder Ballettschule Bargelé ihr Können und demonstrierten dabei Leichtigkeit und Eleganz. Nachdem das Akkordeonorchester Scharnhorst viele Gäste zum Schunkeln gebracht hatte, sorgte die Karnevalsgesellschaft Fidelio Derne-Scharnhorst für stimmungsvolle Höhepunkte. Nebenbei war das Happy-Musik- Team um Frank Schönlau für die musikalische Unterhaltung zwischen und nach dem Bühnenprogramm verantwortlich.   

Namensgeber
Benannt ist die Siedlung in Kirchderne nach Friedrich Springorum (1858-1938), dem Generaldirektor und Alleinvorstand der Hoesch AG.

Schlagworte: