Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Stadt Bochum verleiht 2016 zwei Peter-Weiss-Preise

Ulrich Peltzer ausgezeichnet

Mit fast zwei Jahren Verspätung hat die Stadt Bochum einen Träger für ihren wichtigsten Kulturpreis gefunden: Der Peter-Weiss-Preis 2014/15 geht an den Schriftsteller Ulrich Peltzer. Mit seinem aktuellen Roman „Das bessere Leben“ stand er dieses Jahr auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises.

BOCHUM

, 16.12.2015
Stadt Bochum verleiht 2016 zwei Peter-Weiss-Preise

Autor Ulrich Peltzer nimmt im Frühjahr den Peter-Weiss-Preis der Stadt Bochum entgegen.

Der Peter-Weiss-Preis wird seit 1990 eigentlich alle zwei Jahre im Gedenken an den Schriftsteller, Maler, Grafiker und Experimentalfilmer Peter Weiss verliehen. Er kann in den Sparten Theater, Literatur, Film oder Bildende Kunst vergeben werden und ist mit 15 000 Euro dotiert. Der letzte Preisträger ist der Filmemacher Fatih Akin, der ihn 2012 entgegennahm.

Dass der Kulturpreis nicht schon 2014 verliehen werden konnte, lag laut Kulturdezernent Michael Townsend schlicht daran, dass wir keinen Sitzungstermin mit allen Jurymitgliedern gefunden haben.

Prominent besetzt

Die Jury ist mit Bettina Böttinger (Journalistin), Alida Bremer (Autorin, Übersetzerin, Literaturwissenschaftlerin und Kritikerin), Prof. Ralph Köhnen (Lehrender am Germanistischen Institut der Ruhr-Universität), Erda Lapp (Leiterin der Universitätsbibliothek der Ruhr-Universität) sowie Siegrid Löffler (Literaturkritikerin) durchaus prominent besetzt. Ihr gehören auch Vertreter aller Ratsfraktionen an.

Durch die Verspätung ergibt sich für 2016 eine besondere Situation: Im Jahr, in dem der 1982 verstorbene Peter Weiss 100 Jahre alt geworden wäre, verleiht die Stadt Bochum den nach ihm benannten Kulturpreis gleich zweimal: Im Frühjahr kommt Ulrich Peltzer zur offiziellen Verleihung. Im Laufe des Jahres will die Jury außerdem wieder in den Turnus zurückfinden und einen weiteren Preisträger bestimmen.

"Humanistisches Engagement"

Ulrich Peltzer kürte die Jury auf ihrer Sitzung am 8. Dezember, weil sie eine Nähe seines Schaffens zum Werk von Peter Weiss sieht. Er setze „Literatur als Erkenntnismittel, als Forschungs- und Aufklärungsinstrument zur Durchdringung der komplexen zeitgenössischen Wirklichkeit ein“ und führe das humanistische Engagement, für das Weiss‘ Werk steht, fort.

Lesen Sie jetzt