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"Stadt bezweckt Sterben auf Raten"

Bezirksverwaltungsstelle zu

Seit Montag ist die Bezirksverwaltungsstelle für eine Woche wegen Personalmangels geschlossen. SPD-Bezirkspolitiker Hans-Jürgen Unterköttert vermutet, dass die Stadt die Verwaltungsstelle systematisch torpedieren will.

EVING

von Von Petra Frommeyer

, 12.06.2012
"Stadt bezweckt Sterben auf Raten"

Die Bezirksverwaltungsstelle in Eving bleibt eine Woche lang wegen Personalmangels bei der Stadt geschlossen.

Seit Montag ist die Bezirksverwaltungsstelle für eine Woche geschlossen. Grund: Personalmangel. Das bringt den Sprecher der SPD-Bezirksvertretungskandidaten, Hans-Jürgen Unterkötter, auf die Palme. Er fragt sich: „Betreibt die Stadtverwaltung ein Sterben auf Raten bei der Bezirksverwaltungsstelle Eving?“ Kaum seien die politischen Gremien durch die Wiederholungswahl an ihrer Einflussnahme gehindert worden, schon beginne die Stadtverwaltung, die Bezirksverwaltungsstelle in Eving zu torpedieren. „Ist Herr Spaenhoff, Leiter der Bürgerdienste, nicht in der Lage eine Personalpolitik zu betreiben, die allen Stadtbezirken gerecht wird? Oder warum sind von den Auswirkungen der Engpässe immer die Bürgerinnen und Bürger von Eving betroffen?“, fragen sich die SPD-Mitglieder.

„Wir fordern hiermit den Oberbürgermeister der Stadt Dortmund auf, die Personalpolitik für die Verwaltungsstellen selbst in die Hand zu nehmen und die katastrophale Personalpolitik zu beenden“, schreibt Unterkötter. „Die Bürgerinnen und Bürger in Eving haben die Schnauze voll von der Warterei und von der Dienstleistung der Verwaltung. Wahrscheinlich soll das auch damit bezweckt werden. Der Grund, dass es Eving trifft, scheint daher woanders zu liegen“, vermutet der aufgebrachte SPD-Mann. Mit großer Mehrheit habe die Bezirksvertretung in der Sitzung vom 7. März dem Dringlichkeitsantrag der SPD-Fraktion Eving zugestimmt, dass die Verwaltung ihre Zurückhaltung bei der Umsetzung des Ratsbeschlusses bezüglich des Gebäudes der Bezirksverwaltungsstelle aufgeben soll. Doch passiert sei nichts. Stattdessen würden die Dienstleistungen in Eving bewusst mit mehr als fadenscheinigen Gründen weiter eingeschränkt.  

„Ein Sterben auf Raten, dem wir nicht tatenlos zusehen werden. Wir werden uns dem mit aller Kraft entgegenstellen“, kündigt Hans-Jürgen Unterkötter an. „Wir erwarten, dass in Eving auch in der Zeit bis zum 15. Juni der Service im vollen Umfang gewährleistet wird“, fordert er. Sein Tipp: Bei einem Personalengpass könne auch der Amtsleiter aushelfen.

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