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Stadt erwartet mehr Steuereinnahmen

WITTEN Stadtkämmerer Mathias Kleinschmidt blickte am Montag zu Beginn der Ratssitzung zufrieden aber keinesfalls euphorisch drein. 14 Millionen Euro Gewerbesteuereinnahmen über die erwarteten 36 Millionen Euro hinaus stellte er den Politikern in Aussicht.

von Von Beatrice Haddenhorst

, 26.08.2008
Stadt erwartet mehr Steuereinnahmen

„Es könnten 50 Millionen Euro netto werden. Aber vier Monate des Jahres liegen noch vor uns. Da kann sich natürlich noch was ändern“, erklärte Kleinschmidt, der auch noch eine Einkommenssteuermehreinnahme von einer Mio. Euro ankündigte.

Damit sei Witten in NRW rekordverdächtig. Landesweit habe sich die Steuerkraft im Schnitt um 4 Prozent erhöht, in Witten um 13,4 Prozent. Dass angesichts des möglichen Geldsegens weder Wunschzettel noch Einkaufslisten geschrieben werden sollten, wurde bei seinen weiteren Ausführungen deutlich.

Ein derart sattes Plus bei der Gewerbesteuer werde unweigerlich dazu führen, dass die Stadt seitens des Landes als weniger „bedürftig“ eingestuft werde und deshalb weniger Schlüsselzuweisungen bekomme. Auch die Kreisumlage werde höher ausfallen, Zahlen konnte der Kämmerer allerdings nicht nennen. Zudem verwies er auch auf die Mehrkosten für Kindergärten und Offene Ganztagsschule: „Allein 2008 werden für das neue Kindergartenjahr von August bis Dezember etwa 600 000 Euro anfallen. Im nächsten Jahr können wir knapp geschätzt mit 1,5 Millionen Euro rechnen.“

Etwa 2,3 Mio. Euro zusätzlich brauche die Stadt für die rasant steigenden Kosten für die Hilfen für Kinder und Familien, wie Heimunterbringung und ambulante Familienhilfe. Abgesehen vom Kinder- und Jugendbereich jedoch, so betonte der Kämmerer zufrieden, seien alle Vorgaben des Haushaltssicherungskonzeptes eingehalten. Die Hälfte des unerwarteten Gewerbesteuerzuwachses, so hatte der Kämmerer schon zuvor erläutert, sei auf ein einzelnes Unternehmen zurückzuführen, welches nachzahlen musste. „Im nächsten Jahr ist also mit einem solchen Plus nicht zu rechnen“, dämpfte Kleinschmidt Erwartungen. Was vom zusätzlichen Geld übrig bleibt sieht er gut angelegt in der Schuldentilgung, um die Zinslast der Stadt für immer hin rund 150 Mio Euro Kassenkredite weiter zu mildern.