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Stadt soll Hut in den Ring werfen

BOCHUM Jetzt sind die Bewerber am Zug, die sich für die Kindergärten interessieren, die die katholische Kirche abgeben will. Die Rahmenbedingungen für die Übernahme der Trägerschaft hat der Jugendhilfeausschuss gestern einstimmig beschlossen.

von von Thomas Aschwer

, 28.08.2008

Danach steht fest, dass privat-wirtschaftliche Träger absolut keine Chance haben. Ausdrücklich erwünscht sind hingegen Bewerbungen von Elterninitiativen. Und auch die Stadt soll nach dem Willen des Fachausschusses den Hut in den Ring werfen. Dabei wird sie sich voraussichtlich auch mit Bewerbern aus anderen Städten auseinander setzen müssen.

Wie auch immer. Die neuen Träger müssen sich verpflichten, das bestehende pädagogische Konzept der übernommenen Kindertageseinrichtung aufzugreifen und weiter zu entwickeln. Außerdem ist eine weitere Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde zu gewährleisten. Ein Punkt, der - so die Stadtverwaltung - auf ausdrücklichen Wunsch des Bistums aufgenommen wurde. Auf Antrag der rot-grünen Koalition hat der Jugendhilfeausschuss zudem beschlossen, dass der neue Träger die Bereitstellung von Praktikantenstellen zu gewährleisten hat. Wichtig ist der Politik zudem eine hohe Qualität der Arbeit (Fachberatung) und eine klare Tarifstruktur.

Wann die Verwaltung der Politik die möglichen neuen Träger vorstellen wird, steht noch nicht fest. Auf jeden Fall kann Sophie Graebsch-Wagner das Thema nicht zu Ende bringen. Die Sozialdezernentin hat heute ihren letzten Arbeitstag und war somit gestern letztmalig offiziell im Jugendhilfeausschuss. Es sei ihr Lieblingsausschuss gewesen, machte die scheidende Dezernentin deutlich. "Hier wird Fach- und keine Parteipolitik gemacht", lobte Sophie Graebsch-Wagner. Teil dieser Arbeit wird auch in den nächsten Wochen und Monaten die "Betreuung der unter Dreijährigen" sein.

Aktuell liegen für mehr als 450 Plätze Anträge vor. Massiv gefördert durch Fördergelder. Die verbleibenden zehn Prozent sollen, so der gestrige Beschluss, zu 50 Prozent vom Träger getragen werden. Die andere Hälfte übernimmt die Stadt.