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Stadtentwicklung: Alles wartet auf den Masterplan

ANNEN Was darf nur in der Innenstadt verkauft werden? Zu dieser Frage prallen derzeit bei der Diskussion zum Masterplan Einzelhandel die Meinungen aufeinander. Einen Elektronikfachmarkt auf dem Wickmanngelände möchte die Stadtverwaltung nicht, um den Anbieter Saturn zu schützen. Dagegen läuft Radio Berlet Sturm.

von Von Susanne Linka

, 03.12.2007
Stadtentwicklung: Alles wartet auf den Masterplan

In dem früheren Wickmann-Verwaltungsgebäude will die Stadtverwaltung ihr Technisches Rathaus unterbringen.

Das Unternehmen hat in Annen ein Grundstück gekauft und möchte dort eine Niederlassung aufbauen. Doch mit seinem Bestreben, eine Einstweilige Anordnung gegen die Veränderungssperre auf dem Gelände durchzusetzen, ist Berlet im November gescheitert.

Über die noch anhängige Normenkontrollklage gegen die Veränderungssperre kann erst entschieden werden, wenn der Masterplan Einzelhandel verabschiedet ist. Auch das am Ruhrdeich beheimatete Teppichland hat Pläne für eine Niederlassung in Annen geschmiedet. Diesem Unternehmen möchte die Stadtverwaltung offenbar den Weg ebnen und schlägt auch grundsätzlich vor, die Sortimentsliste für zentrenrelevante Waren entsprechend anzupassen.

Wie bereits in der letzten Sitzung des Wirtschaftsförderungsausschusses deutlich wurde, sollen Bettwaren, Lattenroste und Tierfutter als Warengruppen eingeordnet werden, die auch außerhalb der Innenstadt angeboten werden dürfen.Stillstand der Entwicklung in Annen

Die CDU hat jetzt eine Anfrage an die Stadtverwaltung gerichtet, in der sie allerdings einen Stillstand der Entwicklung auf dem Annener Gelände beklagt. Sie kritisiert, dass Baugenehmigungen mit dem Hinweis auf die noch ausstehende Verabschiedung des Masterplans Einzelhandel abgelehnt würden. Das, so betont Fraktionsvorsitzender Klaus Noske, könne seine Partei so nicht hinnehmen.

Bekanntlich plant die Stadtverwaltung, das denkmalgeschützte ehemalige Verwaltungsgebäude von Wickmann für ihr Technisches Rathaus anzumieten. Dahinter soll ein weiteres Gebäude entstehen. Die daran anschließende Fläche wäre für eine Nutzung durch das Teppichland gedacht. Noch dahinter – an der Grundstücksgrenze zur Westfalenstraße – liegt das BerletGrundstück. Gleich neben dem Reifenhandel, der bereits vor einigen Monaten eröffnet hat und das Wickmann-Gelände als einziger belebt.