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"Einsatz ist notwendig"

Stadtlohner Sascha Nocon berichtet aus Afghanistan

STADTLOHN Sascha Nocon aus Stadtlohn hat vor einigen Wochen seinen Dienst als Soldat in Afghanistan angetreten. Im Interview mit unserer Zeitung schildert er seinen Dienstalltag und das Verhältnis zu den Einwohnern. Die Fragen stellte Thorsten Ohm.

von Von Thorsten Ohm

, 18.08.2010

Ich bin am 23. Juli in Köln gestartet. Nach einer Flugzeit von knapp sieben Stunden und einer Nacht Aufenthalt in Termez/Usbekistan bin ich dann am 24. Juli in Mazar-e-Sharif angekommen. Da ständig gutes Personal gesucht wird, hat man mich gefragt, ob ich das nicht machen würde. Da Not am Mann ist und Spezialisten gebraucht werden, habe ich zugesagt.

Es kommt immer auf die Tagesform und die jeweilige Situation an. Im Großen und Ganzen ist es hier recht ruhig. Ich bin nach anfänglichem Einsatz im Camp „Marmal“ nun im Camp „Mike Spann“ eingesetzt und hier beim „OMLT“ ist die Stimmung sehr gut.

Ich bin im Feldlager „Mike Spann“ eingesetzt, wo sich ein kleiner Anteil der deutschen Kräfte befindet. Hier ist das „OMLT“ zuhause, in unmittelbarer Nähe zu dem AFG 209th Corps im Camp „Shaheen“, das heißt „Operational Mentoring and Liasion Team“, auf gut Deutsch wird hier die afghanische Armee von uns ausgebildet, angeleitet und in jeder Hinsicht unterstützt. Ich bin zusätzlich für sämtliche kleine Elektroreparaturen im Camp zuständig.

Kontakt haben wir täglich hier mit der Bevölkerung. Ein Teil der Bevölkerung arbeitet für uns im Camp als Reinigungskräfte, Handwerker, Küchenhilfen und ähnliches. Die Situation der Menschen ist so unterschiedlich wie bei uns. Ein Teil ist froh, dass es die ISAF-Schutztruppe gibt. Sie arbeiten für uns und verdienen so ihr Geld. Die Mentoren haben natürlich auch tagtäglich mit den afghanischen Soldaten zu tun.

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