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Goldener Meisterbrief für Albert Reiff

Backofenbauer

Albert Reiff hat vor nunmehr 50 Jahren die Meisterprüfung im Backofenbauer-Handwerk bestanden. Aus diesem Anlass wurde ihm jetzt der Goldene Meisterbrief verliehen: symbolischer Dank für erfolgreiche Berufstätigkeit im Handwerk und jahrzehntelange Treue zum Berufsstand.

STADTLOHN

von von Norbert Heming

, 10.06.2012
Goldener Meisterbrief für Albert Reiff

Albert Reiff (3. v. r.) und seine Frau Reni freuen sich über den goldenen Meisterbrief, den Handwerkskammerpräsident Hans Rath (2. v. r.), dessen Stellvertreter Hans Hundt (l.) und Daniel Janning, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, überreichen.

Überbringer dieser hohen Auszeichnung waren der Präsident der Handwerkskammer Münster, Hans Rath, Vizepräsident Hans Hundt sowie der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft ,Daniel Janning. Obwohl Albert Reiff als Sohn eines Backofenbauers mit diesem Handwerk von Klein auf vertraut war, hatte er nach seinem Schulabschluss zunächst ganz andere Pläne. Er besuchte die Maschinenbauschule in Siegen – bis zur seiner Einberufung zum Arbeitsdienst und in die Kriegsmarine.

Als er 1945 nach Kriegsende aus der Gefangenschaft nach Siegen entlassen wurde, waren Schule und Elternhaus zerstört. Bei der Firma Robert Zagg, bei der auch sein Vater beschäftigt war, konnte Albert Reiff dann eine Lehre als Backofenbauer beginnen. Sein berufliches Ziel, als Backofenbauer auch die Meisterprüfung abzulegen, verlor er nicht aus den Augen. Deshalb besuchte er nebenbei die Meisterschule in Düsseldorf und erhielt dort am 31. Januar 1962 seinen Meisterbrief. Ende 1963 siedelte er mit seiner Familie nach Stadtlohn um und gründete in der Eschstraße 19 seinen eigenen Betrieb. Von nun an hatte die Woche für Albert Reiff sieben Arbeitstage.

Die Montage eines gemauerten Ofens dauerte zwei bis drei Wochen, an den Wochenenden mussten die Reparaturen erledigt werden. Für das Büro war seine Frau Reni zuständig, die ihn von Anfang an nach Kräften unterstützte. 1980 zog der Betrieb um in den Neubau der ersten großen Halle an der Hegebrockstraße. Schon früh zeichnete sich ab, wer einmal den Betrieb übernehmen könnte. Auch Albert Reiff jun. erlernte das Backofenbauer-Handwerk, ab 1978 ging er bei seinem Vater in die Lehre, 1989 war er selbst Meister. Zum Jahresbeginn 1990 stieg er mit in den Betrieb ein, der zu diesem Zweck in eine GmbH umgegründet wurde. Gemeinsam mit seinem Sohn hat Albert Reiff den Betrieb in den Folgejahren kräftig ausgebaut und erweitert. Mit dem Erwerb von neuen Grundstücken im neuen Gewerbegebiet wurde der Betriebssitz 2010 an den heutigen Standort Thyssenstraße verlegt. In den letzten Jahren hat sich Albert Reiff nach und nach aus den Geschäften zurückgezogen. Er wisse sein Lebenswerk in guten Händen und genieße nun das Rentnerleben.

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