Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Helden mit nassen Füßen

Kunstklärwerk

STADTLOHN Helden brauchen Abenteuer in spektakulärer Umgebung, so wie die Künstler ihre Werkzeuge und Materialien. Beides zusammengenommen, die Helden und die Künstler, gepaart mit viel Freude, Zusammenhalt und sozialem Engagement ergibt die "natur zelt stadt".

von Von dpe

, 29.08.2010

Diese hatte in der vergangenen Woche ihr Lager am Kunstklärwerk in Stadtlohn aufgeschlagen. 20 Jugendliche hatten sich für das vom Jugendwerk Stadtlohn, der VHS und dem Jugendamt der Stadt Ahaus organisierte Projekt angemeldet. Von Künstlern und Pädagogen begleitet, konnten sie sich innerhalb dreier Workshops in Metall, Ton und Stein gestalterisch versuchen. "Ihr seid echte Helden beim wohl regenreichsten Zeltlager des Sommers", lobte der Künstler Norbert Then die Teilnehmer bei der Abschlusspräsentation der Werke. Regen störte die Jugendlichen nicht Tapfer hatten alle Jugendlichen dem Unwetter der Nacht zuvor getrotzt, ganz nach dem Motto "echte Helden haben Gummistiefel!". Ganz im Gegenteil, die Regengüsse taten der guten Stimmung keinen Abbruch und die Jungs und Mädchen schlugen ihr letztes Nachtlager einfach im Kunstklärwerk auf. Sophie und Laura, die sich für die Arbeit mit Ton entschieden hatten, beschrieben mit glänzenden Augen ihre Werke: "Wir haben Figuren und unterschiedliche Formen daraus gemacht, die dann gebrannt wurden." Besonders das archaische Brennverfahren im Erdofen hatte sie begeistert.

Auch David, der vor den Augen der Besucher die Arbeit mit einem Schneidbrenner vorführen durfte, bestätigte mit vehementem Kopfnicken: "Das war super und vor allem nicht so teuer." Genau darin lag auch das Anliegen der Organisatoren, die mit der Hilfe der Künstler Norbert Then, Genius des Kunstklärwerks, Katharina Bock aus Dortmund, Reinaldo Arias aus Hamburg, dem Naturpädagogen Dirk Nießing aus Raesfeld und zahlreichen weiteren pädagogischen Fachkräften. Sie wollten den Versuch unternehmen, Jugendlichen neue, finanzielle erschwingliche Bildungschancen zu eröffnen. Unterstützt wurden sie hierbei von der BDKJ Jugendstiftung Weitblick, der Stiftung aktiver Bürger und dem Jugendamt des Kreises Borken. Den Helden jedenfalls hat es gut gefallen!

Lesen Sie jetzt