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In Houston trocken geblieben

Lichtgitter USA

In Texas scheint seit Mittwoch wieder die Sonne. Sie hellt auch in Stadtlohn einige besorgte Mienen wieder auf. Jetzt ist klar: Das nagelneue Lichtgitter-Zweigwerk in Houston hat die größte Naturkatastrophe, die Texas jemals heimsuchte, nahezu unbeschadet überstanden.

STADTLOHN

, 02.09.2017
In Houston trocken geblieben

Das Lichtgitter-Zweigwerk in Houston blieb von den verheerenden Überschwemmungen verschont. Jetzt werden dort auch Hilfsgüter gelagert.

Die Erleichterung ist Dirk Schuchardt spürbar anzumerken. Aus über 8000 Kilometern Entfernung verfolgte der Lichtgitter-Geschäftsführer in Stadtlohn wie der Wirbelsturm Harvey in Houston seine zerstörerische Bahn zog und wie der sintflutartige Regen die texanischen Metropole im Wasser versinken ließ.

Klar war zu diesem Zeitpunkt nur: Keiner der drei aus dem Stadtlohner Stammwerk stammenden Mitarbeiter war von der Katastrophe bedroht. Die Drei verbrachten ihren Sommerurlaub im Münsterland. Andere bange Fragen aber blieben zunächst noch offen: Waren die 24 amerikanischen Mitarbeiter seiner Firma in Sicherheit? Und welche Zerstörungen gab es in der Lichtgitter-Produktionsstätte am nordöstlichen Stadtrand Houstons? Bis Mittwoch war für die Mitarbeiter der Zugang zum Firmengelände Lichtgitter USA gar nicht möglich, da ein Drittels der gesamten Fläche des Stadtgebietes von Houston im Wasser versunken war.

Gute Nachrichten

Dann erreichten am Mittwochnachmittag aber die ersten guten Nachrichten Stadtlohn. Alle amerikanischen Mitarbeiter haben die Katastrophe unbeschadet überstanden. Nur zwei von ihnen waren vorübergehend in ihrem Zuhause von Wassermassen eingeschlossen. Und: Begünstigt von einem höher gelegenen Standort war das Werk nicht unmittelbar von den Überschwemmungen betroffen.

Dirk Schuchardt: „Am Donnerstag konnte die Produktion wieder anlaufen. Der Neustart erfolgte allerdings mit einer Rumpfmannschaft.“ Die beiden eingeschlossenen Mitarbeiter konnten ihr Zuhause nicht verlassen. Fünf weitere hatten nach den Explosionen in einer Chemiefabrik keinen Zugang zum Straßennetz. „Wir gehen aber jetzt davon aus, dass ab Anfang der kommenden Woche das Werk Houston wieder mit voller Mannschaftsstärke gefahren werden kann“, so Dirk Schuchardt.

Optimismus kehrt zurück

Aktuell wird das Betriebsgelände von Lichtgitter USA zur Unterstützung der vom Wirbelsturm Harvey betroffenen Bürger aus dem regionalen Umfeld von Lichtgitter USA auch für humanitäre Zwecke genutzt.

Der Geschäftsführer atmet auf: „Da jetzt wieder die texanische Sonne über Houston scheint, verbessert sich die Stimmung vor Ort zunehmend und der für einen Westfalen manchmal nur schwer nachvollziehbare sprichwörtliche amerikanische Optimismus kehrt ebenfalls schneller als erwartet zurück.“

28 Gesellschaften

Lichtgitter Gruppe: Mit 28 Gesellschaften (davon 11 national und 17 international) gehört die Lichtgitter Gruppe mit rund 1400 Mitarbeitern in ihrem Kerngeschäftsbereich Gitterroste zu den weltweit bedeutendsten Herstellern.

2016 entschloss sich die Lichtgitter-Gruppe, eine neue Produktionsstätte in Houston/Texas aufzubauen. Ziel, so Geschäftsführer Dirk Schuchardt, sei es, die internationale Aufstellung auch interkontinental auszudehnen und in den USA einen direkten Zugang zu einem der weltweit bedeutendsten Gitterrostmärkte zu finden.

Inbetriebnahme im Frühjahr

Der Bau und die Inbetriebnahme der mit modernster Gitterrosttechnologie ausgestatteten Produktionsstätte Lichtgitter USA wurde im Frühjahr 2017 abgeschlossen.

Acht aus Stadtlohn entsandte Mitarbeiter sowie die Stadtlohner Nachbarfirma Günther Wensing GmbH & Co. KG unterstützten den Neubau der Produktionsstätte in Houston.

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