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Konzept soll junge Leute in alte Quartiere locken

Altbausiedlungen

Ein Problem mit leer stehenden Wohnhäusern hat die Stadt Stadtlohn noch nicht. Doch bevor Quartiere veraltern, weil die jungen Leute lieber in die Neubaugebiete ziehen, will die Stadt etwas tun.

STADTLOHN

01.11.2014
Konzept soll junge Leute in alte Quartiere locken

Junge Menschen sollen in die Stadtlohner Altbaugebiete gelockt werden, anstatt neu zu bauen.

Ein Konzept zur Belebung älterer Wohngebiete stellte Bauamtsleiter Mathias Pennekamp in der Sitzung des Bauausschusses am Dienstag vor. „Es gibt viele Konzepte, um planerisch Wohnraum zu verdichten und das Leben attraktiv zu machen“, sagte Pennekamp. Wichtig sei vor allem, die Zielgruppe – also Bauwillige – mit Eigenheimbesitzern, die einen Verkauf planen, miteinander ins Gespräch zu bringen. In anderen Kommunen gibt es für diese Aufgabe die Person des „Kümmerers“, der als Ansprechpartner zur Verfügung steht. Doch in Stadtlohn sei es wichtig, dass die Menschen im entsprechenden Quartier mit in die Planungen und Aktionen einbezogen werden. „Wir müssen das Image von Altbausiedlungen verbessern und das Leben dort interessant für junge Leute machen“, erklärte Pennekamp. Dafür sei ein öffentliches Fest in der Altbausiedlung denkbar, denn „Geselligkeit fördert die Gesprächsbereitsschaft“, meinte der Bauamtsleiter. Möglich wären auch Wettbewerbe für die Nachbarschaften, um die Quartiere zu bewerben. Weitere Ideen sind Anreizprogramme wie „Jung kauft Alt“. Dabei werden junge Menschen gefördert, wenn sie einen Altbau kaufen und gegebenenfalls sanieren. In Heek läuft dieses Projekt schon seit längerem. Ein Baulückenkataster wäre eine weitere Möglichkeit, um leer stehende Flächen zu vermarkten.

„Wir sollten keine Unruhe schaffen“, sagte Josef Wansing (CDU). „Der Markt wird vieles regeln. Man sollte es den Menschen nicht wegnehmen, sich selbst einen Käufer zu suchen.“ Ludger Brockherde (SPD) fand es gut, dass das Thema angegangen werde: „Es muss günstiger sein, einen Altbau zu sanieren, als neu zu bauen.“ Bernd Schöning (FDP) warnte davor, die Problematik aus dem Ahauser Josefsviertel in Stadtlohn zu installieren. „Aber es ist sinnvoll, ein Baulückenkataster zu erstellen. Ich denke schon, dass wir mit erheblichem Leerstand zu kämpfen haben werden.“ Auch Schöning meinte, dass ein Anreizprogramm Sinn mache, um junge Leute in Altbaugebiete zu bewegen. Eine Strategie für die Belebung älterer Wohnquartiere erstellt die Verwaltung im Moment. Doch aufgrund der vielen laufenden Projekte und städtebaulicher Planungen wird das Konzept in diesem Jahr nicht mehr fertiggestellt.

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