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Sanierung kommt sofort

Fliednerschule

Die Stadt reagiert: Eine sofortige Sanierung der Fliednerschule in Stadtlohn hat im Bauausschuss, als auch einen Tag später im Hauptausschuss die einhellige Zustimmung der Mitglieder gefunden.

STADTLOHN

von Von Thorsten Ohm

, 08.06.2012
Sanierung kommt sofort

Der Altbautrakt der Fliednerschule: Über das Flachdach dringt Feuchtigkeit ein - es muss saniert werden.

Es waren zwei kleine Sätze, die in der Vorlage zu den beiden Sitzungen steckten und die jeweils die gleichen Befürchtungen auslösten. Sie lauteten: „Gegebenenfalls müssten teilweise Decken saniert werden. Die Kosten hierfür lassen sich zurzeit nicht ermitteln.“ Das verstanden nicht wenige Kommunalpolitiker als Warnung: Nicht festlegen mochte sich die Verwaltung darauf, dass die geschätzten 162500 Euro wirklich dafür ausreichen, um die Feuchtigkeitsschäden im Altbautrakt aus den sechziger Jahren zu beheben (Münsterland Zeitung berichtete). Manfred Schwenz von der Bauverwaltung bemühte sich zwar im Bauausschuss darum, das zu relativieren: Es gehe da nur noch um „Randbereiche“. Klar wurde aber auch: Das alte Flachdach ist regelrecht „abgesoffen“. Kein Wunder also, dass sich bei den Politikern die Begeisterung in Grenzen hielt angesichts der ohnehin nicht einfachen Haushaltslage – Kämmerer Günter Wewers berichtete im Hauptausschuss, dass das Gewerbesteueraufkommen noch bei weitem nicht den Ansatz erreicht hat, und auch die „Abmilderungshilfe“ des Landes für die weggebrochenen Schlüsselzuweisungen ist noch nicht geflossen. Aus fachlicher Sicht gab es von den Fraktionen nichts am Befund zu deuteln: Dass eine Sanierung schnell erfolgen muss, gilt als unstrittig. Denn auch wenn die Belastung mit Schimmel unter den Grenzwerten liegt – eine Lehrerin, die allergieempfindlich sei, war erkrankt, als sie noch in einem der drei betroffenen Klassenräume unterrichtete.

Dennoch gab es auch kritische Stimmen – mit der Tendenz, dass ein so umfangreicher Schaden eher hätte bekannt sein können. „Vielleicht hätte man das auch schon vorher wissen können bei dem Alter des Gebäudes“, meinte Marion Ballenthin (CDU). „Das Gebäudemanagement muss uns aufzeigen, was wann dran ist“, unterstrich Reinhold Dapper (SPD), und Jürgen Wörmer stellte fest: „Jetzt ist das Kind in den Brunnen gefallen.“ Bürgermeister Helmut Könning hatte im Hauptausschuss erklärt, dass das Dach nicht mehr zu reparieren sei. Eine andere Baustelle in diesem Zusammenhang: der Keller. Dass die tief gelegene Schule dort mit drückendem Grundwasser zu kämpfen hat, verwunderte nicht. Weil das aber nur selten passiere, soll es dabei bleiben, dass die Keller nicht für Unterricht genutzt werden: Eine Sanierung dort sei schlichtweg zu teuer. Eine Erkenntnis, die in beiden Ausschüssen niemand in Frage stellen wollte.

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