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Sozialarbeiter sollen Asylbewerbern und Migrationskinder betreuen

Integration

Das Thema Asylbewerber beschäftigte am Donnerstagabend den Generations-, Integrations- und Sozialausschuss. In der Sitzung wurde auch über einen Sozialarbeiter gesprochen, der für die Betreuung der Flüchtlinge zuständig sein soll. Außerdem gibt es ein Projekt des Jugendwerks, das Migrationskinder integrieren soll.

STADTLOHN

28.11.2014
Sozialarbeiter sollen Asylbewerbern und Migrationskinder betreuen

Ausländische Schüler sollen Unterstützung beim Deutsch lernen bekommen.

Wöchentlich bekommt die Stadt Stadtlohn neue Zuweisungen von Flüchtlingen. „Leider ist es nicht nur eine Nation, was die Unterbringung und das soziale Miteinander nicht einfach machen“, erklärte der Erste Beigeordnete Karl-Heinz Pettirsch. Die Zahlen würden weit darüber hinaus gehen, was die Stadt sonst hatte. „Wir wollen die Flüchtlinge menschenwürdig unterbringen und haben gute Erfahrung mit dezentraler Unterbringung gemacht“, sagte Pettirsch. Aber ein Dach über dem Kopf ist nicht alles. „Die Flüchtlinge müssen vernünftig betreut werden, damit sie sich wohl und angenommen fühlen“, erklärte Pettirsch. Dafür stellt die Stadt nun einen Sozialarbeiter ein. „Wir stehen vor dem Dilemma, dass die Kassen leer sind, aber die Notwendigkeit ist da“, sagte Pettirsch. Es sei schwierig gewesen, eine gute, qualifizierte – und vor allem männliche – Kraft zu finden. Die Ausschussmitglieder sahen allesamt die Notwendigkeit einer solchen Fachkraft. Das Jugendwerk Stadtlohn engagiert sich derzeit ebenfalls für Migrationskinder mit dem Projekt „Gemeinsam lernen mit Migrationskindern“. „Das Projekt soll die Jugendarbeit in sozialen Brennpunkten unterstützen“, erklärte Barbara Berardis vom Jugendwerk. Zielgruppe sind Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund, die schlechtere Perspektiven zur Teilhabe haben.

„Wir haben festgestellt, dass viele Jugendlichen mit ihren Familien nach Stadtlohn kommen und als Seiteneinsteiger ins laufende Schulsystem eingegliedert werden“, erzählte Berardis. Da fehlt oft die Zeit, die deutsche Sprache richtig zu lernen. Auf Sprachförderung zielt das Projekt. „Die Jugendlichen sind oft überfordert“, sagte Berardis. Die Unruhe in den herrschenden Wohnverhältnissen führe zu Frust und Mutlosigkeit. Ziel des Projekts ist die Integration der Jugendlichen unter Einbindung der Eltern. Deutschkurse stehen im Mittelpunkt – verknüpft mit Spiel und Spaß. Speziell für dieses Projekt hat das Jugendwerk eine Sozialarbeiterin eingestellt: Reyhan Ciftci. Noch studiert sie Sozialpädagogik, ab Januar ist Reyhan Ciftci fest beim Jugendwerk angestellt. Vor allem Kinder aus Bulgarien, Polen, Rumänien und Russland möchte sie mit ihren Ideen integrieren. Aber auch die Kinder der Asylbewerber – und auch deutsche Kinder sind angesprochen. Gemeinsam möchte die Sozialarbeiterin kochen, klettern und Kunstaktionen durchführen.

Da die 25-Jährige auch die türkische Sprache beherrscht, hofft sie, darüber auch an die bulgarischen Eltern heranzukommen. Doch hauptsächlich will sie sich darum kümmern, dass die jungen Menschen, die deutsche Sprache erlernen – „und das geht nur, wenn auch deutsche Jugendliche mitmachen“.  

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