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Spitzenpolitiker Daniel Bahr stellte seine Fragen

Kindergarten Prinz Botho

STADTLOHN Hoher Besuch am Dienstag im Stadtlohner DRK-Kindergarten Prinz Botho: Daniel Bahr (FDP), parlamentarischer Staatssekretär im Gesundheitsministerium, hatte sich angesagt. Davon ließ sich der kleine Kilian aber nicht beim Essen stören - er aß und stellte kluge Gegenfragen.

von Von Thorsten Ohm

, 10.08.2010
Spitzenpolitiker Daniel Bahr stellte seine Fragen

Daniel Bahr (FDP), Parlamentarischer Staatssekretär im Gesundheitsministerium, im Gespräch mit Cornelia Sonntag, Leiterin des DRK-Familienzentrums »Prinz Botho«. Im Hintergrund sitzt Bürgermeister Helmut Könning.

Gemütlich futterte Kilian seine Nudeln weiter, als der prominente Liberale plötzlich den Essensraum der Einrichtung betrat. Und auf Daniel Bahrs Frage „Wisst Ihr denn, was ein Politiker ist?“ konterte der Steppke schlagfertig: „Weißt du, wie ich heiße?“ Ungezwungen ging es beim Besuch des FDP-Spitzenpolitikers zu. Der nutzte die Gelegenheit, sich in Stadtlohn nach dem Besuch bei den hülsta-Werken gleich eine zweite Einrichtung anzuschauen. Auch wenn er inzwischen in erster Linie mit Fragen der Gesundheitspolitik beschäftigt ist.

„Ich interessiere mich immer noch sehr für Familienthemen“, bekannte der frühere Vorsitzende des Zukunftsforums „Frauen, kinderfreundliches Deutschland, Generationengerechtigkeit“. Mitunter berühren sich beide Fachgebiete ja auch – zum Beispiel, wenn es um Ernährung und Gesundheitsvorsorge bei Kindern geht. Kindergartenleiterin Cornelia Sonntag führte ihren Gast durch die Räume. Dieser ließ sich das räumliche Konzept des Familienzentrums erklären, schaute in Gruppenräumen und gemütlichen Ecken vorbei und fand noch Zeit, mit den Stadtlohnern ins Gespräch zu kommen.

Peter Höing vom DRK als Träger hatte eine kurze Präsentation vorbereitet. Dabei beeindruckten nicht nur die Zahlen und Fakten zu dem Kindergarten, der 106 Mädchen und Jungen betreut und in dem 19 hauptamtliche Kräfte arbeiten. Der Berliner Spitzenpolitiker zeigte sich vor allem von der Organisation im „Prinz Botho“ angetan. So erfuhr er, wie flexibel ein Gleitzeitmodell die Zeiten der Betreuung für die Eltern macht – so, wie es die einzelne Familie erfordert. Oder dass sich bei Bedarf „Extrazeiten“ ganz einfach zubuchen lassen. „Wie schaffen Sie das?“, wollte er wissen. Die Antwort hatte Peter Höing parat: „Indem wir verhältnismäßig stark in Personal investieren.“

Viele Themen ließen sich in den 90 Minuten immerhin anreißen: Das galt für den Ausbau der U3-Betreuung wie für die Verteilung von Fördermitteln oder die Reform des ärztlichen Notfalldienstes. Diesen Punkt hatte Bürgermeister Helmut Könning angeschnitten. Am Ende sagte Daniel Bahr: „Es bringt etwas, sich vor Ort zu informieren.“

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