Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Viele Investitionen

Stadtlohn Zum letzten Mal präsentierten Bürgermeister Helmut Könning und Kämmerer Günter Wewers den Ratsmitgliedern am Mittwochabend einen Haushalt, der nach der "Kameralistik" aufgestellt worden ist - einen ausgeglichenen Haushalt, der sogar eine freie Spitze von rund 1,2 Millionen Euro vorweisen kann.

13.12.2007

Viele Investitionen

<p>Zu den wichtigsten baulichen Vorhaben des nächsten Jahres gehört für die Stadt Stadtlohn der abschließende Ausbau der Losbergschule zur Gebundenen Ganztagshauptschule. Ein neues Mensagebäude soll errichtet werden. Heisterborg</p>

Dennoch kommt der Vermögenshaushalt nicht ohne einen ordentlichen "Schluck aus der Pulle" aus: Zwei Millionen Euro sollen aus der allgemeinen Rücklage fließen, 1,5 Millionen Euro als Darlehen aufgenommen werden - das ergibt unter dem Strich bei einer Darlehenstilgung von rund 800 000 Euro eine Netto-Neuverschuldung von rund 700 000 Euro: Zahlreiche erforderliche Baumaßnahmen gerade im schulischen Bereich wie der weitere Ausbau der Losbergschule zur Ganztagshauptschule sorgen für ein ansehnliches Investitionsvolumen; hinzu kommen auch geplante Landankäufe als "dickste Brocken".

"Wir haben das Ziel Freie Spitze erreicht", verwies Könning auf den positiven Saldo des Verwaltungshaushalts. Die Stadt wolle auch weiterhin die Vereine und Verbände in Stadtlohn fördern: "Ohne ihren ehrenamtlichen Einsatz würde vieles gar nicht laufen."

"Zukunftsorientiert"

Die Bürger würden im nächsten Jahr nicht durch höhere Gebühren belastet, die Stadt setze ihre aktive Baulandpolitik fort, in Schulen und Straßen fließe ebenfalls viel Geld: "Alles zukunftsorientiert." Kämmerer Günter Wewers war es vorbehalten, die Details des Zahlenwerks auszuleuchten. Er verhehlte nicht, dass die Stadt bei den Einnahmen letztlich stark vom Verlauf der Konjunktur abhänge. Und durch die Unternehmenssteuerreform drohten Mindereinnahmen in Höhe von 1,1 Millionen Euro - ebenfalls kein hausgemachter Faktor. Allerdings rechne die Stadt mit einem "Nachschlag für die Vorjahre" von zwei Millionen Euro bei der Gewerbesteuer auf der Eingangsseite. Bei dieser wichtigsten Einnahmequelle gehe man sehr optimistisch von einer anhaltend guten Konjunktur aus: Mit einem Ansatz von 9 Millionen Euro liegt Stadtlohn allerdings noch unter dem tatsächlichen Gewerbesteuer-Zufluss, über den sich die Stadt in diesem Jahr freuen konnte: Nicht die erhofften 8,25 Millionen Euro flossen, sondern am Jahresende dürften es schließlich sogar 10,25 Millionen Euro sein.

Rücklage anzapfen

Wewers verhehlte allerdings nicht, dass die investiven Anstrengungen des nächsten Jahres ihren Preis haben - und der schlägt sich nun einmal im Vermögenshaushalt nieder: Er weist einen Fehlbetrag von 1,9 Millionen Euro aus. Gedeckt wird dieser durch einen Griff in die allgemeine Rücklage in dieser Höhe. Darin verbleibe jedoch noch ein Rest von drei Millionen Euro: "Und den sollten wir mit Blick auf die Zukunft auch möglichst nicht antasten." to

Lesen Sie jetzt