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"Völlig überrascht"

Stadtlohn Graue Schläfen? Fehlanzeige bei Juliane Rehkamp - anders als wohl bei den meisten anderen, die beim Roten Kreuz nach jahrzehntelangem Engagement den Verdienstorden des Landesverbandes erhalten. Über ihre Arbeit für das Stadtlohner DRK sprach die 31-Jährige jetzt mit Redakteur Thorsten Ohm.

06.08.2008

"Völlig überrascht"

<p>Juliane Rehkamp ist mit dem DRK-Verdienstorden des Landesverbands für ihr ehrenamtliches Tun geehrt worden. Ohm</p>

Herzlichen Glückwunsch zur hohen Auszeichnung. Wussten Sie, was da auf Sie zukommt?

Rehkamp: Nein, da war ich selbst völlig überrascht. Gewundert habe ich mich schon, dass bei der Mitgliederversammlung so viele Leute da waren. Als mir dann Ralf Rohling, unser Kreis-Rotkreuzleiter, die Medaille überreicht hat, war ich schon sehr gerührt.

Die höchste Anerkennung des Landesverbands für eine so junge Aktive - wie kam es dazu?

Rehkamp: Ich mache seit vielen Jahren hier beim Roten Kreuz mit, es macht mir viel Spaß, und deshalb habe ich mich auch immer gerne voll 'reingekniet. Als Rotkreuzleiterin zum Beispiel ist es mein Job, mich um die 14-tägigen Dienstabende zu kümmern. Da geht es wechselnd immer um Themen wie Wiederbelebung, Fahren nach Koordination und vieles mehr, was unsere 40 aktiven Mitstreiter im Katastrophenschutz und Sanitätsdienst brauchen. Und im Ernstfall übernehme ich oder Dominik Pauly die Einsatzleitung.

Daneben liegt Ihnen aber auch die Arbeit mit Jugendlichen und Kindern sehr am Herzen?

Rehkamp: Stimmt, ich betreue jetzt seit zwei Jahren das Jugendrotkreuz. 16 Kinder kommen in die wöchentlichen Gruppenstunde. Wir unternehmen viel zusammen, zum Beispiel Ausflüge zur Feuerwehr oder zur Polizei, oder wir kochen und backen gemeinsam. Zusätzlich war ich zwei Jahre als Trägervertreterin im DRK-Johanneskindergarten aktiv. Und als Betreuerin habe ich jetzt eine Ferienfreizeit des DRK-Kreisverbands begleitet.

Sie haben sich in der jüngsten Vergangenheit auch sehr für die Idee der Tafel stark gemacht. Wie kam es dazu?

Rehkamp: Eigentlich eher zufällig. Aus dem Jugendrotkreuz kam die Idee, da etwas zu tun. Wir haben eine erste Sammelaktion vor Supermärkten gemacht, und die Resonanz war einfach riesig. Daraus hat sich die Zusammenarbeit mit der Tafel Gescher entwickelt. Wir haben uns das dort angeschaut und waren sehr angetan von der Arbeit. So kam es zur Lebensmittelausgabe der Tafel Gescher in Stadtlohn. Donnerstags und freitags sind Helfer aus Stadtlohn in Gescher beim Packen und Sortieren dabei, freitags läuft von 14 bis 15 Uhr hier die Ausgabe.

Wie viele Familien nutzen in Stadtlohn dieses Hilfsangebot?

Rehkamp: Zwischen 60 und 70 im Durchschnitt. Registriert sind insgesamt 140. Zu fünf Personen, die die Lebensmittel nicht abholen können, bringen wir sie direkt. Das ist für sie auch ein wichtiger persönlicher Kontakt.

Wie wichtig ist für Sie die Arbeit im DRK-Ortsverein?

Rehkamp: Sehr. Ich bin da wirklich mit Herzblut dabei. Es hat wieder neuen Schwung im Ortsverein gegeben, die Mitgliederzahlen sind auch gestiegen. Ein Feld, das wir pflegen, ist auch die Blutspende.

Und was bedeutet Ihnen die Auszeichnung?

Rehkamp: Es ist toll, dass die Arbeit anerkannt wird, aber ein einfaches "Danke" hätte natürlich auch gereicht. Und ohne die Unterstützung meiner Familie würde das alles sowieso nicht gehen.

Haben Sie neben Ihrem Beruf als Erzieherin und Ihrem Engagement für das DRK noch Zeit für Hobbys und Freizeit?

Rehkamp: Meine Kinder sind mein Hobby - und es ist schön, wenn ich mal zum Doppelkopf-Spielen komme.

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