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Zahl der Straftaten in Stadtlohn gesunken

Weniger Gewalt, weniger Diebstähle

Erfreuliche Entwicklung: Die aktuelle Kriminalstatistik der Kreispolizeibehörde Borken zeigt einen grundsätzlichen und deutlichen Rückgang der Gesamtkriminalität in Stadtlohn auf. Aber es gibt auch Steigerungen.

Stadtlohn

von Von Corinna Ritter

, 18.03.2018
Zahl der Straftaten in Stadtlohn gesunken

Wie die Grafik zeigt, zählt auch in Stadtlohn der Fahrraddiebstahl zu den häufig vorkommenden Delikten.

In absoluten Zahlen gesprochen, kam es im Jahr 2017 zu 169 weniger Straftaten als im Vorjahr. Dies entspricht einem Minus von 18 Prozent. Insgesamt 768 Fälle sind bekannt, beziehungsweise bei der Polizei angezeigt geworden, so geht es aus der jüngst vorgelegten Statistik der Polizei hervor.

Deutlich weniger Gewalttaten

Ziemlich auffallend ist der starke Rückgang bei der Gewaltkriminalität. 21 angezeigte Fälle im Vergleich zu 37 im Vorjahr weist die Statistik hier auf. Drei Raubüberfälle statt neun – das bedeutet einen Rückgang um 66 Prozent. Körperverletzungen (68 statt 101) sowie Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung (8 statt 18) sind ebenfalls deutlich seltener angezeigt worden als im Vorjahr. Straßenkriminalität im Allgemeinen (326 Fälle/2016: 367) ist um 11,2 Prozentpunkte zurückgegangen. Ebenfalls in dem statistischen Wert, in dem auf 100.000 Einwohner hochgerechnet wird. Da steht die Töpferstadt mit 1597 Vergehen auf Platz zehn in diesem Bereich, hinter Heiden und Rhede und vor der Gemeinde Heek.

Bei der Kriminalhäufigkeitszahl (KHZ) werden die Straftaten verhältnismäßig auf 100.000 Einwohner aufgerechnet, um vergleichbare Werte zu erzielen. Demnach hat sich innerhalb eines Jahres die Anzahl der Fälle fast halbiert: von 181 auf 103 Delikte, Stadtlohn liegt damit im Kreisvergleich auf Platz fünf hinter Südlohn, Raesfeld, Velen und Isselburg. Die Stadt Isselburg führt 2017 mit 56 Gewaltvergehen auf 100.000 Einwohner die Liste an.

Die Diebstähle in Stadtlohn sind im vergangenen Jahr auch um 20,5 Prozent gesunken und kommen auf ein Total von 368. Wohnungseinbrüche sind belastend sowohl für die betroffenen Opfer als auch für andere Anwohner. Deshalb ist es positiv zu vermerken, dass in Bezug auf dieses Delikt wieder eine sinkende Tendenz festzustellen ist, während die Aufklärungsrate steigt.

Niedrige Aufklärungsquote

19 Wohnungseinbrüche wurden 2017 verzeichnet, vier weniger als 2016. Zwei Tatverdächtige wurden ermittelt, 21 Prozent der Fälle konnten aufgeklärt werden. Traditionell niedrig ist die Aufklärungsquote, was den Fahrraddiebstahl angeht. Die Fahrräder der Stadtlohner gerieten 2017 zwar auch seltener ins Visier von Dieben, „nur“ noch 131 und damit 35 weniger Fälle als 2016 wurden angezeigt. Aber die Aufklärungsrate lag bei mageren 0,8 Prozent (3).

„Nur“ ein Auto im Gegensatz zu vier im Vorjahr wurden 2017 gestohlen, allerdings konnte für den einen Fall 2017 kein Tatverdächtiger festgestellt werden. 2016 hingegen waren drei der vier Missetaten geklärt worden. Eine gleichermaßen geringe Aufklärungsquote ist bei den Taschendiebstählen zu verzeichnen. Weder die neun Taschendiebstähle 2017 noch die 14 aus dem Vorjahr konnten aufgeklärt werden.

Eine weitere Zahl, die ins Auge fällt: die Entwicklung der Wirtschaftskriminalität von neun Fällen in 2016 auf 17 im Jahr 2017 – 88,9 Prozentpunkte mehr. In dieser Deliktart eher die Regel ist, dass 100 Prozent der Fälle aufgeklärt werden können. So auch die Stadtlohner Fälle.

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