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Stadtschloss wird Weimars klassisches Zentrum

Weimar (dpa) Das Stadtschloss Weimar wird die neue Mitte der Klassik Stiftung und erster Anlaufpunkt für Weimar-Besucher aus aller Welt. Der Stiftungsrat stellte am Donnerstag die Weichen für das 40-Millionen Euro-Projekt, fünf Jahre nachdem Bund und Land die finanziellen Mittel zugesagt hatten.

Stadtschloss wird Weimars klassisches Zentrum

Blick auf Weimars Stadtschloss. Foto: Martin Schutt

Bis Herbst 2013 werde klar sein, wie weit das Geld für die Sanierung des um 1800 unter Goethes Leitung erbaute Schloss reicht. Das Projekt ist Teil des Gesamtkonzeptes «Kosmos Weimar», das der Stiftungsrat ebenfalls beschloss. Es soll die Stiftung internationaler ausrichten, Kultur, Wissenschaft und Bildung miteinander besser verzahnen. Das hatte der Wissenschaftsrat im Mai 2011 gefordert.

Die Aufgabe der zweitgrößten Kulturstiftung Deutschlands: Das klassische Erbe bewahren und den Diskurs in die Gegenwart führen. «Weimar war stets ein Ort des kulturellen Aufbruchs», sagte Stiftungsratsvorsitzender und Kulturminister Christoph Matschie (SPD). Damit dies auch künftig so bleibt, wurden nun die einzelnen Konzepte unter dem Dach «Kosmos Weimar» zusammengeführt.

Dem Stadtschloss kommt dabei eine besondere Rolle innerhalb der Museen und Gedenkstätten Weimars zu. «Hier begann die Weimarer Klassik», sagte Stiftungspräsident Hellmut Seemann. In der Beletage, den fürstlichen Räumen in ersten Stock, werden Besucher nach der Sanierung deshalb einen Eindruck von der engen Verknüpfung zwischen Literaten und Künstlern mit dem Herzogshaus bekommen.

Im Stadtschloss sollen auch die kostbaren Graphischen Sammlungen ihren Platz bekommen. Voraussetzung dafür ist jedoch der Bau eines Tiefendepots. Das sei nicht in den 40 Millionen Euro enthalten.

Der Bund und das Land Thüringen hatten nach dem Brand der Herzogin Anna Amalia Bibliothek ein Sonderprogramm für Sanierungen und Neubauten in Höhe von 90 Millionen Euro bewilligt - unter anderem für den Neubau eines Bauhausmuseums und die Sanierung des Goethe- und Schiller-Archivs, das in der kommenden Woche wiedereröffnet werden soll.

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