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"Stadtteilkümmerer" starten in Probephase

Hilfe für Senioren

Ein offenes Ohr für die Sorgen der Senioren, Infos und Tipps für den Alltag im Alter - das bietet das Projekt "Stadtteilkümmerer". Die Idee soll zu einem verlässlichen Bindeglied vom Senior zur Stadt werden. Nun startet die Probephase in zunächst vier Quartieren.

WITTEN

von Von Lisa Timm

, 01.06.2012
"Stadtteilkümmerer" starten in Probephase

Uschi Beyling und Wilfried Braun arbeiten gemeinsam am Projekt "Stadtteilkümmerer". Geplant ist eine Anlaufstelle für die ältere Generation.

Mit den Apothekentagen fing vor drei Jahren alles an. Hier besuchte das Seniorenbüro jährlich reihum alle Stadtteile, um den Senioren vor Ort mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. „Dabei stellten wir fest, dass nicht nur unsere Hilfe in Anspruch genommen wurde – es wurde auch an uns herangetragen, wo der Schuh drückt“, berichtete am Donnerstag der Leiter des Seniorenbüros, Wilfried Braun, dem Sozialausschuss.Hieraus resultierte schließlich die Idee vom „Stadtteilkümmerer“ – ein verlässliches Bindeglied vom Senior zur Stadt. In der kommenden Woche startet die Probephase der „Stadtteilkümmerer“ in zunächst vier Quartieren. Wunsch ist, das später einmal alle sieben Stadtteile mit eigenen Kümmerern besetzt werden können. „13 Ehrenamtliche konnten bislang für diesen Job gewonnen werden“, freut sich Wilfried Braun.

Die Stadtteilkümmerer beziehen einmal wöchentlich für zwei Stunden einen zentralen Ort im Stadtteil und haben nichts anderes zu tun, als sich um die Anliegen von Senioren zu kümmern. Außerdem halten sie das komplette Beratungs-Paket vor, dass das Seniorenbüro bereit hält. Einschließlich Tipps und Hinweisen zur Erleichterung des häuslichen Alltags. Sie geben Hilfestellung beim Ausfüllen von Formularen oder erklären nicht immer gleich durchschaubare Sachverhalte.

Auch werden Angebote unterbreitet, wie man möglichst lange im eigenen häuslichen Umfeld verbleiben kann. Aber auch für den Fall einer Unterbringung in einem Heim können die Kümmerer hilfreiche Hinweise geben. Das Seniorenbüro arbeitet hier eng mit der Wohnberatung der Volmarstein-Stiftung zusammen. Ebenso mit der Focus-Freiwilligen-Agentur. Damit die Stadtteilkümmerer besser erreichbar sind, hat die Wohnungsgenossenschaft Witten-Mitte dafür gesorgt, dass diese mit Handys ausgestattet sind. Die Probephase für das Kümmerer-Angebot läuft ein halbes Jahr.

Zunächst in vier Quartieren sollen die Stadtteilkümmerer eingesetzt werden. Die Anlaufstellen sind für Innenstadt-Heven: Cafe Credo, Hauptstraße 78 (mittwochs 10 bis 12 Uhr), für Bommern: Katholisches Pfarrheim Herz Jesu, Kapellenstraße 9 (dienstags 10 bis 12 Uhr und mittwochs 14 bis 16 Uhr), für Annen-Stockum-Rüdinghausen: Centro-Vital, Westfalenstraße 118, Haus 2 (donnerstags 15 bis 17 Uhr) und für Herbede: Altenzentrum St. Joseph, Voestenstraße 13 (donnerstags 14 bis 16 Uhr).