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Stadtteilmütter für Integration vor Ort

WITTEN „Stadtteilmütter" – Migrantinnen unterstützen Migrantenfamilien – so lautet ein neues Projekt, für das die QuaBeD jetzt grünes Licht und eine kräftige Finanzspritze erhalten hat.

von Von Barbara Zabka

, 05.12.2007
Stadtteilmütter für Integration vor Ort

Engagieren sich für das neue Projekt Stadtteilmütter: Peter Schmidt, Sabine Pommer-Sievert, Christel Humme, Johannes Klumpe, Claudia Ertel, Michelle Lebang, Marion Schmitt und Caroline Schupp.

„Die Aufgabe von Stadtteilmüttern ist praktische Integration vor Ort. Viele alltägliche Dinge muss man lernen, besonders wenn man in der Fremde ist,“ betont Marion Schmitt, Geschäftsführerin der Quabed.

Zeigen, wie was funktioniert - wird eine der Hauptaufgaben sein. „Denn wer weiß schon, was er nicht weiß;“ betont die Integrationsbeauftragte Claudia Ertel.

Deutsche Sprachkenntnisse, soziale Kompetenz, Spaß am kulturellen und gesellschaftlichen Miteinander sind Voraussetzung. Theoretische und praktische Ausbildung eine Selbstverständlichkeit.

Hilfe im Alltag

Michelle Lebang aus Botswana wird die erste Stadtteilmutter sein. Sie hat sich bereits für den Qualfizierungskurs angemeldet. Start ist Anfang April nächsten Jahres.

Die Afrikanerin hat überzeugende Gründe für ihr Engagement: „Ich selbst bin Mutter von zwei Kindern. Meine Kinder sind groß. Ich bin selbst Migrantin. Ich habe Erfahrung und kann helfen.“

Integration vor Haustür

„Integration ist nicht eine Frage von Behörden, sondern sollte dort ansetzen, wo sie stattfinden muss. Vor der eigenen Haustür,“ betont Peter Schmidt von der Schaltstelle des Diakonischen Werkes Westfalen.

Das zukünftige Projekt bedeutet Hilfe. Für alle Menschen, die sich bei als Fremde in der Fremde fühlen. „Familien stehen im Mittelpunkt - die Kommunikation mit ihnen - die Sprache,“ ist das Anliegen der Projektmitarbeiterin Sabine Pommer-Sievert.

Gefördert wird das Projekt vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Johannes Klumpe: „ Wir stellen 150.000 Euro für die kommenden drei Jahre zur Verfügung.“

Das Gesamtvolumen beträgt 180.000 Euro. Die fehlenden 30.000 Euro wird die QuaBeD aus ihrem Budget beisteuern. Dreißig Frauen können sich im ersten Abschnitt ausbilden lassen.