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Stadtwerke produzieren Strom aus Wind

Pilotversuch

„Strom aus Wind“ produziert seit Samstag eine Kleinwindkraftanlage auf dem Dach des Verwaltungsgebäudes der Stadtwerke. Ein Pilotversuch, mit dem die Experten Erfahrungen mit Windrädern im innerstädtischen Bereich sammeln wollen.

INNENSTADT

von Von Barbara Zabka

, 25.06.2012

Ein großer Autokran machte sich auf der Westfalenstraße breit, um die dreiteilige Windkraftanlage auf das 30 Meter hohe Dach zu hieven. Dort wurde sie von den Experten sorgfältig auf dem Dach des Aufzugsschachtes montiert. „Mit dieser Aktion haben wir der Kette unseres Öko-Strom-Engagements ein weiteres Glied hinzugefügt“, freut sich Pressesprecher Thomas Lindner: „Wir wollen Wege aufzeigen, wie man das komplette Potential regenerativer Energien in Innenstädten optimal ausschöpfen kann.“

Das dreiflügelige Mini-Windrad dreht sich nun munter in luftiger Höhe an der Westfalenstraße. Aus diesem Grunde ist es auch nur sechs Meter hoch. Es hat einen Durchmesser von drei Metern. Jedes Rotorblatt ist eineinhalb Meter lang und wiegt rund drei Kilogramm. Diese Blätter können sich bis zu 400 Mal pro Minute drehen. Die Braun-Windturbine hat eine Nennleistung von 2,5 kW und kann 1400 kWh im Jahr produzieren. „Je nach den vorgegebenen, metereologischen Standortfaktoren“, erklärt Dennis Hippert (34), Energieelektroniker bei den Stadtwerken. Die elektrische Energie wird in das Gebäudenetz der Stadtwerke eingespeist und direkt verbraucht.

Das „Unternehmen Windrad“ ist ein gemeinsames Projekt der Stadtwerke und des Berufskollegs Bochum. Bei Dennis Hippert laufen alle Fäden zusammen. „Bisher wird im urbanen Bereich fast nur die Sonnenenergie genutzt“, betont Hippert. „Mit dem Windrad auf dem Verwaltungsgebäude betreten wir absolutes Neuland. Wir wollen hier vor Ort den Privat- und den Gewerbekunden zeigen, wie die Kraft der erneuerbaren Energien auch am eigenen Standort ausgeschöpft werden kann“, erläutert er.

Windräder auf dem Dach haben durchaus ihre Vorteile. „Um eine gute Energie-Effizienz zu erreichen, müssen sich die erneuerbaren Energien ergänzen“, sagt Wolfgang Rode vom Berufskolleg. „Windräder sind unabhängig von Dachgröße und Dachneigung. Sie produzieren auch nachts Strom.“