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Stadtwerke wollen die Kosten senken

Borkum-Projekt verzögert sich

Bei den Stadtwerken steht nach einem, so Vorstandssprecher Bernd Wilmert, „allerhöchstens befriedigenden Geschäftsjahr“ vieles auf dem Prüfstand. Die Kosten sollen deutlich reduziert werden. Bei dem auf fünf Jahre angelegten Projekt zur Prozessoptimierung gehe es nicht darum, „vielleicht 500 000 Euro einzusparen.“ Es soll deutlich mehr sein.

BOCHUM

von Von Thomas Aschwer

, 27.06.2012

„Wir befinden uns erst am Anfang“, sagt Bernd Wilmert und hält sich deshalb mit einer konkreten Aussage zurück. Betriebsbedingte Kündigungen werde es in den nächsten zehn Jahren nicht geben, so seine Zusage.

Nicht garantieren kann er, dass im gleichen Zeitraum die Stadtwerke ihre tatkräftige Förderung in den Bereichen Soziales, Kultur und Sport aufrecht erhalten. Man werde hart dafür arbeiten, dass es so bleibt. Allerdings werde es eine noch striktere Kostendisziplin geben. Die Gründe für diese Entwicklung liegen auf der Hand. Bereits jetzt fordert die Stadt Gelder in Millionenhöhe. 22,3 Mio. Euro sind als Konzessionsabgabe fällig. Dazu kommt für 2011 eine Gewinnabführung von 29,5 Mio. Euro – drei Millionen weniger als in 2010. In den nächsten Jahren sollen es nach dem Willen der Stadt deutlich mehr werden.

Dabei bewegen sich die Stadtwerke aktuell in einem sehr schwierigen Umfeld. Auf dem Heimatmarkt Bochum versuchen mehr als 80 Mitbewerber dem Unternehmen Kunden abzujagen. Dazu werden die Folgen der Energiewende immer deutlicher. Das Gaskraftwerk in Hamm ist nach einem finanziell guten Start an der Nulllinie. Und wenn sich die bundesweiten Rahmenbedingungen nicht ändern, wird das noch im Bau befindliche Kohlekraftwerk in Lünen Defizite einfahren. Auch bei den erneuerbaren Energien läuft nicht alles wie geplant. Beim Offshore-Projekt vor Borkum gibt es Verzögerungen, so dass dem Gesamtvorhaben ein Minus von rund 50 Mio. Euro droht. Die Stadtwerke werden den Rechtsweg beschreiten. Gleichzeitig will die Stadttochter künftig mehr auf Onshore-Projekte setzen