Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Stadtwerke zieht es nach Dorsten

Neues Geschäftsmodell

Der Energiemarkt verändert sich in rasender Geschwindigkeit. Mittendrin die Stadtwerke, die mit einem für sie neuen Geschäftsmodell auf den Markt gehen. Sie streben ein Kooperationsmodell „auf Augenhöhe“ in Dorsten an. Der Bochumer Rat hat bereits seine Zustimmung erteilt. Damit sind aber längst nicht alle Hürden genommen.

BOCHUM

von Von Thomas Aschwer

, 26.05.2012
Stadtwerke zieht es nach Dorsten

Neue Geschäftsaussichten für die Stadtwerke.

„Wir haben den Hut in den Ring geworfen“, formuliert es Stadtwerke-Sprecher Thomas Schönberg betont vorsichtig. „Es handelt sich um ein offenes Verfahren.“ Die Stadtwerke gehen davon aus, dass sie nicht die einzigen Interessenten sind. Außerdem ist noch gar nicht klar, ob in Dorsten überhaupt eigene Stadtwerke gegründet werden sollen. Zunächst müsse der Sanierungsplan verabschiedet werden, so eine Stadtsprecherin. In einem nächsten Schritt sind Verhandlungen mit dem RP notwendig. Das kann dauern.

Schon seit Monaten beschäftigt Verwaltung und Politik in Dorsten die Frage, was zu tun ist, wenn Ende 2013 der bestehende Stromkonzessionsvertrag mit RWE ausläuft. Eine denkbare Möglichkeit wäre, zusammen mit einem Partner das Stromnetz von RWE zu übernehmen. Im Raum steht eine Summe von rund 27 Millionen Euro. Eine aus Sicht der Bochumer CDU eher optimistische Annahme. Sie glaubt ohnehin nicht, dass die Stadtwerke mit diesem Projekt viel Geld verdienen können. Vielmehr sieht sie ein „nicht unerhebliches Risiko.“ Klaus Franz rief im Rat dazu auf, erst einmal alle Beteiligungen zu überprüfen bevor neue Geschäftsmodelle entwickelt würden.“ Die Mehrheit des Rates ist allerdings für ein mögliches Kooperationsmodell mit Dorsten. Natürlich sehen auch die Stadtwerke interessante wirtschaftliche Perspektiven – für Dorsten und für Bochum.

Über Art und Umfang wollen sich die Stadtwerke derzeit nicht äußern. „Wir sind noch nicht in der Planung“, so Thomas Schönberg. „Es gibt erst einmal ein Verfahren.“ Ausdrücklich verweist er darauf, dass „alles in Hoheit der Stadt Dorsten ist.“ Deshalb üben sich die Bochumer Stadtwerke erst einmal in Geduld verbunden mit der Hoffnung, dass sich Dorsten für die Gründung eigener Stadtwerke entscheidet und Bochum als Partner mit ins Boot holt.