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Kritik von Bestatter

Städte nutzen Zahngold von Toten als Einnahmequelle

BERLIN Mit dem Zahngold von Toten lässt sich viel Geld verdienen. Einige Städte verwerten systematisch, was nach der Einäscherung übrig bleibt. Die Städte verdienen mit der Verwertung bis zu mehreren Hunderttausend Euro im Jahr, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa ergab.

Städte nutzen Zahngold von Toten als Einnahmequelle

Wohin mit den Goldzähnen? Foto: Marijan Murat

Meistens wird das Geld für soziale Zwecke gespendet, mal lassen es die Städte in den eigenen Haushalt fließen. Heftige Kritik daran kommt vom Bundesverband Deutscher Bestatter. „Das empfinde ich wie ein Ausschlachten des Menschen“, sagte Präsident Christian Streidt.Hohe Summen mit Altgold-Verwertung Die Stadt Nürnberg verdient nach Angaben der Friedhofsverwaltung rund 250 000 Euro jährlich mit Altgold. In Karlsruhe sind es 90 000 Euro, in Ludwigsburg, Dortmund, wo die Erlöse in den Haushalt fließen, und Reutlingen mehrere Zehntausend Euro. Das Zahngold könne – je nach verwendetem Material und Menge – bei einer Einäscherung zwischen 5 und 200 Euro ergeben, erläuterte Dominik Lochmann von der Edelmetall-Service GmbH. Vor allem bei einem hohen Goldpreis kann das ein lukratives Geschäft sein.Nicht alle Städte verwerten Zahngold Aber nicht alle Städte verwerten das Zahngold. Viele füllen es stattdessen mit in die Urne. Das Sächsische Sozialministerium hält die Asche eines Verstorbenen für „unteilbar“. Auch Hamburg, Erfurt, Köln, Augsburg, Greifswald, Essen und Schwerin handhaben das so. „Zum einen ist die Frage nicht geklärt, wem das gehört, und zum anderen kommt man da schnell in ein schlechtes Licht“, sagte Bastian Schenk vom privat betriebenen Krematorium im baden-württembergischen Aalen. Größere Metallteile wie künstliche Gelenke oder Sargbeschläge werden vor der Bestattung immer heraussortiert. Metall im Wert von 60 bis 70 Euro kommt so pro Einäscherung zusammen.

 

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