Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Stahlindustrie fordert konkrete Regeln zum Kapazitätsabbau

Düsseldorf/Berlin. Vor einem internationalen Ministertreffen zur globalen Stahlkrise in Berlin hat die deutsche Stahlindustrie konkrete Regeln zum Abbau von Überkapazitäten gefordert. „Wir brauchen eine ehrliche Bestandsaufnahme und verbindliche Regeln, die marktwirtschaftliche Anpassungsprozesse stärken. Die Chance ist da und sie muss ergriffen werden“, sagte der Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl, Hans Jürgen Kerkhoff, am Dienstag in Düsseldorf.

Stahlindustrie fordert konkrete Regeln zum Kapazitätsabbau

Ein Arbeiter entfernt Schlacke bei einem Abstich. Foto: Oliver Berg/Archiv

Im Bundeswirtschaftsministerium kommen an diesem Donnerstag Vertreter führender Wirtschaftsmächte sowie weiterer Staaten aus der Industrieländer-Organisation OECD zu Beratungen über Wege aus der Stahlkrise zusammen. Hintergrund sind Überkapazitäten und drohende Handelsstreitigkeiten.

„Der Berliner Stahlgipfel kann ein wichtiger Auftakt zur nachhaltigen Bewältigung der weltweiten Strukturprobleme beim Stahl werden“, so Kerkhoff. Die Umsetzung benötige jedoch Zeit und langen Atem.

Die G20 hatten bei ihrem Gipfel Anfang Juli in Hamburg eine Lösung zum hart umkämpften globalen Stahlmarkt vertagt. Die USA beklagen bei Importen vor allem aus China, aber auch aus Europa und Deutschland „unfaire“ Praktiken und Dumpingpreise. Sie prüfen sogar, ob Stahleinfuhren die nationale Sicherheit gefährden und Strafzölle verhängt werden sollen. Aus Sicht der Europäer wären Strafzölle ungerechtfertigt und ein Verstoß gegen Regeln der Welthandelsorganisation (WTO), die den Handel erleichtern sollen.

Die weltweiten Überkapazitäten werden derzeit auf rund 740 Millionen Tonnen geschätzt. Etwa die Hälfte davon entfalle auf China, sagte ein Sprecher der Wirtschaftsvereinigung Stahl. In Deutschland waren 2016 insgesamt 42,1 Millionen Tonnen produziert worden.

THEMEN

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

NRW

Bielefelds Erfolgsserie endet gegen Dynamo Dresden

Bielefeld. Die Erfolgsserie von Arminia Bielefeld ist gerissen. Die zuvor in fünf Partien unbesiegten Arminen verloren am Freitagabend ihr Heimspiel überraschend mit 2:3 (1:0) gegen Dynamo Dresden und konnten trotz Führungstor durch Florian Hartherz (28. Minute) nicht mit einem weiteren Erfolg zum Tabellendritten Holstein Kiel aufschließen. Denn nach der Pause drehten die starken Gäste auf: Moussa Koné (48.) und Lucas Röser (64.) trafen zum 2:1, ehe Arminia-Stürmer Andreas Voglsammer (76.) per Foulelfmeter ausglich. Doch Dresdens Röser (79.) setzte wenig später den Schlusspunkt und verhalf seiner Mannschaft so zum Sprung auf Tabellenrang neun.mehr...

NRW

4:3 nach 0:3: Jahn Regensburg schockt Fortuna Düsseldorf

Regensburg. Jahn Regensburg hat Aufstiegsaspirant Fortuna Düsseldorf nach einem Fußball-Spektakel die bitterste Niederlage der laufenden Zweitliga-Saison zugefügt. Der Aufsteiger konnte am Freitagabend einen demoralisierenden 0:3-Rückstand nach 15 Minuten im eigenen Stadion noch in einen grandiosen 4:3 (2:3)-Erfolg verwandeln. Marco Grüttner (37. Minute), Jonas Nietfeld (40.), Marvin Knoll mit einem verwandelten Foulelfmeter (60.) und Sargis Adamyan (65.) sorgten vor 10 963 Zuschauern für das Regensburger Comeback.mehr...

NRW

Medien: Bolzplatz soll immaterielles Weltkulturerbe werden

Essen. Die Bolzplatzkultur des Ruhrgebietes soll immaterielles Weltkulturerbe der UN-Kulturorganisation Unesco werden. Die Idee kommt vom Deutschen Fußballmuseum in Dortmund, ein Antrag sei beim nordrhein-westfälischen Ministerium für Kultur und Wissenschaft gestellt. Dies berichtete die in Essen erscheinende „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ in ihrer Samstagsausgabe. „Der Bolzplatz ist ein prägender Sozialisationsraum, eine kleine Lebensschule. Wir wollen auf die gesellschaftliche und soziale Bedeutung aufmerksam machen“, sagte Museumsdirektor Manuel Neukirchner.mehr...

NRW

Dortmunder Polizei verbietet Kurden-Demonstration

Dortmund. In Nordrhein-Westfalen ist eine weitere Kurden-Demonstration verboten worden. Die Polizei untersagte eine für Samstag in Dortmund mit bis zu 1000 Teilnehmern geplante Kundgebung wegen „konkreter Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung“, wie es in einer Mitteilung der Beamten vom Freitag hieß. Versammlungen, mit denen die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK unterstützt werde, würden von der Dortmunder Polizei verboten, erklärte Polizeipräsident Gregor Lange. „Es ist die Aufgabe der Polizei, friedliche Versammlungen möglich zu machen - und Aufgabe des Anmelders, unsere Rechtsordnung einzuhalten.“mehr...

NRW

Tafel-Dachverband: Kein Verständnis für Vorgehen in Essen

Berlin/Essen. Der Dachverband der Tafeln hat kein Verständnis für den Aufnahmestopp für Migranten bei der Essener Tafel. „Den Essener Weg können wir so nicht nachvollziehen“, sagte der Vorsitzende des Dachverbands, Jochen Brühl, der Deutschen Presse-Agentur am Freitag. „Für Tafeln zählt die Bedürftigkeit, nicht die Herkunft“. Ähnliche Fälle in Deutschland seien nicht bekannt. Maßnahmen, mit denen einzelne Tafeln auf großen Andrang reagierten, gälten in der Regel für alle Kunden. „Diese reichen von Aufnahmepausen bis zum Rotationsprinzip und gelten für alle Kunden gleichermaßen.“mehr...

NRW

Electronic Partner bleibt auf Wachstumskurs

Düsseldorf. Die Handelsgruppe Electronic Partner (EP) bleibt im In- und Ausland auf Wachstumskurs. Der Nettoumsatz der EP-Mitglieder über die Düsseldorfer Zentrale stieg 2017 um 2,6 Prozent auf 1,31 Milliarden Euro, teilte EP am Freitag mit. In den Niederlanden, Österreich und der Schweiz nahm der Umsatz um 2,1 Prozent auf 385 Millionen Euro zu.mehr...