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Star-Tenor Mark Janicello zeigt sein Können

Unterhaltung

Soeben hat Stadtpressesprecher Jochen Kompernaß die Pressekonferenz eröffnet, da steht er auch schon auf. Star-Tenor Mark Janicello sieht sich wohl in der Pflicht, eilt zum Recorder in die Ecke, stellt die Musik an. „Libiamo“ von Verdis La Traviata erklingt.

WITTEN

von Von Lisa Timm

, 20.08.2010
Star-Tenor Mark Janicello zeigt sein Können

Mark Janicello gab auch bei der Pressekonferenz ein paar Lieder zum Besten.

Volltönend übernimmt er die Rolle des Alfredo. Sein kräftiger Tenor verwandelt das Saalbau-Foyer in den Salon der Violetta Valéry im Paris Mitte des 19. Jahrhunderts. Begeistert klatscht die kleine Konferenz-Runde am Schluss Beifall. Ein „charming boy“ durch und durch, schwarzes Haar, braune Augen, kräftiges Kinn, silbergrauer Anzug mit passender Krawatte, schwarzes Hemd – eine äußerst angenehme Erscheinung.

Den Italiener kann er nicht verleugnen. Temperamentvoll und mit enormer Präsenz fängt er an zu erzählen. Auf deutsch. Er freue sich, dass er beim neuen Saalbau-Event die Hauptrolle übernimmt. Bei seiner Wittener Saalbau-Premiere im März als Elvis-Darsteller sei die Idee entstanden. Der Funke zwischen Kulturforum, Kulturgemeinde und Saalbau-Gastronomie sei sofort übergesprungen. „Die Chemie hat einfach gestimmt“, erinnert sich Jochen Kompernaß.

Warum er so gut deutsch spricht? Nicht nur das, er kann englisch, französisch, italienisch (natürlich) und sogar "schwitzerdütsch", verrät er lachend. "In einem Land, in dem man lebt, sollte man die Sprache beherrschen", sagt er. Der gebürtige New Yorker stammt von italienischen Einwandern ab. Schon mit drei Jahre wusste er, dass er Künstler werden wollte. Der echte große Durchbruch gelang ihm 1992. Bei einem Wettbewerb der Kentucky-Fried-Chicken-Kette. Die wollte "Amerikas besten Straßensänger" küren. 3000 nahmen teil, Janicello siegte. „Ich wurde über Nacht in ganz Amerika und auch international bekannt", strahlt er noch heute.

"Fast wie Paul Potts, der Brite, der bei der englischen Version von Deutschland sucht den Superstar gewann", stellt eine Journalistin fest. "Nicht ganz so", schmunzelt der Tenor, "ich singe quer durch den Gemüsegarten, nicht nur Klassik. Ich lasse mich nicht in eine Schublade drängen“, sagt der Majestro und eilt erneut zum Rekorder. Die Melodie vom Elvis-Song „It’s now or never“ erklingt. Sofort kehrt Janicello den Entertainer heraus. Singt inbrünstig. Mal in der Elvis-Version, dann wieder als italienischer Tenor. „Ich genieße gute Lieder“, sagt er anschließend. Daher bringt er am 1. Oktober eine kunterbunte Mischung für jedermann mit, der gerne Musik hört. Alles ist dabei von Pavarotti bis Ramazotti. Dazu bietet die Saalbau-Gastronomie ein italienisches Buffet vom Feinsten an. Von Antipasti Classico bis hin zu Piccata Milanese. Und nach der Vorstellung ist noch Party angesagt. Mit dabei wird Mark Janicello sein.