Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Start im Marathon-Mekka New York

WISCHLINGEN 17 Läufer des Lauftreffs Wischlingen nehmen am 4. November am New-York-City-Marathon teil. Zusammen mit rund 38000 anderen Enthusiasten.

von Von Arndt Brede

, 18.10.2007

Mit vier Fans geht es am 1. November los. Dann liegen ein Jahr Planung und spezifisches Training hinter und ein "gigantisches Ereignis" vor ihnen, wie Jörg-Peter Teuber, Leiter des Lauftreffs, berichtet.

Früher Abend, Freizeithaus des Revierparks Wischlingen: Der Lauftreff trainiert. Neben rund 60 Hobbyläufern machen sich auch einige warm, deren Beine etwas straffer als die der anderen Läufer sind, deren Körper irgendwie muskulöser, drahtiger wirken. Und richtig, das sind die, die den New-York-City-Marathon bewältigen wollen. Den Lauf durch alle Stadtteile der amerikanischen Metropole. Den Lauf, der Enthusiasten aus aller Welt vereint. Den Lauf, der das Ereignis im so genannten Schmelztiegel New York in den Schluchten zwischen Wolkenkratzern selbst zum Schmelztiegel macht.

"Es ist der Höhepunkt für alle Läufer", sagt Teuber. Und dann stilisiert er den Marathon zum religiösen Ereignis hoch: "Jeder Katholik möchte einmal im Leben nach Rom, Muslime pilgern nach Mekka, wir wollen halt nach New York." Sportler des Lauftreffs waren schon zwei Mal dabei: 1988 und 1994. Jetzt das dritte Mal. Am 4. November.

Sightseeing-Tour

Auf den sich auch Michael Hoffmann natürlich freut. Der 43-Jährige ist ein Überflieger, wenn man dieses Bild bei einem Läufer überhaupt verwenden darf. 2002 habe er mit dem Laufen begonnen. Ein Jahr später lief er bereits seinen ersten Marathon. Vier Jahre später also schon New York. "Das sind 42 Kilometer Sightseeing-Tour für mich", sagt er. Der New-York-Marathon sei nämlich der einzige Lauf, den Hobby-Sportler wie er nicht auf Zeit absolvieren könnten. "Dazu ist er vom Höhenprofil zu schwierig." Also heiße es für ihn: "Mitlaufen, Spaß haben."

Sollte es Hobby-Läufer geben, die Michael Hoffmann angesichts seiner rasanten "Karriere" beneiden, kann er sie beruhigen: "Jeder, der Marathon laufen will und es vom medizinischen und ärztlichen Standpunkt darf, kann es schaffen. Er sollte sich aber eineinhalb Jahre Zeit nehmen." 

Schlagworte: