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Statik spukt im Geisterhaus

SYBURG Ein 1880 errichtetes und längst vom Einsturz bedrohtes Anwesen aus Ruhrsandstein ist im "Niemandsland" zwischen Buchholz und Syburg zu einem beliebten Treffpunkt für trinkende Jugendliche geworden.

von Von Peter Bandermann

, 31.10.2007
Statik spukt im Geisterhaus

Ein Blick durch die Rückseite des Gebäudes zeigt den Zustand des angeblichen Geisterhauses.

Multiplikator des "Geisterhauses" ist das Internet, in dem um das alte Anwesen auf der Kückshauser Straße eine Aura aufgebaut wurde, die es nicht hat: Denn wer das schlecht gesicherte Haus betritt, begibt sich wegen der Einsturzgefahr in Lebensgefahr.

Für klare Verhältnisse will der SPD-Ortsverein Syburg jetzt mit Hilfe der Stadt sorgen - und von der Bezirksvertretung die Rechtslage prüfen lassen.

Das landschaftlich herrlich gelegene Grundstück zu betreten ist zwar verboten - das weiß der Ortsvereins-Vorsitzende Sascha Hillgeris bereits aus seinen Kindheitstagen -, doch die im Internet auf das "Geisterhaus" aufmerksam Besucher interessiert das herzlich wenig.

Deutlich betroffener sind dagegen die Syburger und die Buchholzer, die nachts durch "PKW-Lärm und Getöse" gestört würden, so Sascha Hillgeris, der nicht mehr lange warten will: "Das Haus könnte zusammenbrechen. Dann stellt sich die Frage, wer für Schäden haftet."

Zudem beeinträchtigen die Saufgelage die Umwelt: Müll wie Fast-Food-Verpackungen, Zigarettenschachteln, Tüten, Dosen, Flaschen und auch ein Auspuff zeigen davon, dass einigen nächtlichen Besuchern die Natur dort gleichgültig ist.

Polizei-Pressesprecher Oliver Peiler erklärte, dass das Haus der Wache in Hörde bekannt sei und die Beamten den Jugendlichen in der Anliegerstraße auch schon Platzverweise ausgesprochen hätten. Weil das Haus im Privatbesitz ist, hat allerdings auch die Polizei ihre Grenzen.

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